Der Schiedsrichter Felix Weller erklärt VfB-Kapitän Nicolas Sessa die Situation. Foto: IMAGO/Fotostand

Der VfB II hat bei Hansa Rostock verdient mit 3:5 verloren. Dabei verliefen das Ende der Nachspielzeit in Halbzeit eins sowie der Wiederanpfiff nach der Pause äußerst ungewöhnlich.

Nach dem 6:1-Kantersieg über Rot-Weiß Essen aus der Vorwoche hat der VfB Stuttgart II in der dritten Liga eine verdiente Niederlage hinnehmen müssen. Bei Hansa Rostock verlor das Team von Trainer Nico Willig mit 3:5 (1:3). Die Tore für die U21 der Cannstatter schossen dabei Nicolas Sessa (6. per Foulelfmeter), Nuha Jatta (57.) und Tim Köhler in der Nachspielzeit (90. + 3).

 

Dabei beinhaltete die Partie an der Ostsee eine reichlich kuriose Szene. Weil ihm sein Assistent per Funk Übelkeit signalisierte, pfiff Schiedsrichter Felix Weller die erste Halbzeit trotz einer zuvor angezeigten Nachspielzeit von vier Minuten bereits nach 3:30 Minute ab. Diese Zeit ließ der Referee dann aber nach der regulären 15-minütigen Pause nachspielen.

Beide Mannschaften durften daher nach ihrer Rückkehr auf den Platz nicht sofort die Seiten wechseln. Die Spieler der Hansa und des VfB II schoben sich daher 30 Sekunden lang den Ball zu – erst dann erfolgte der Abpfiff, die Seiten wurden gewechselt und es ging gleich mit der regulären zweiten Halbzeit weiter.

Jeremy Arevalo fehlt leicht angeschlagen

Im Spiel stellte die Stuttgarter U21 diesmal die schwächere Elf. Der Stürmer und Profi-Leihgabe Jeremy Arevalo, der gegen Essen noch drei Tore erzielt hatte, war diesmal nicht mitgereist. Der Nationalspieler Ecuadors hatte im Training des Bundesliga-Kaders einen Schlag abbekommen.

Dabei verlor das Willig-Team die Partie bereits in der ersten Halbzeit, als Rostock nach der frühen Führung des VfB II durch den verwandelten Elfmeter von Nicolas Sessa (Noah Darvich war im Strafraum gefoult worden) binnen 18 Minuten drei Tore gelangen.

Als 14. der Tabelle haben die Stuttgarter in der dritten Liga schon länger nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Nun empfangen sie am nächsten Samstag (13.30 Uhr) in Großaspach am 38. und letzten Spieltag der Saison den souveränen Meister vom VfL Osnabrück.

VfB Stuttgart II Hellstern – Olivier (89. Sankoh), Köhler, Herwerth (56. Spalt), Meyer – di Benedetto (79. Majchrzak), Catovic, Darvich, Sessa, Diehl (56. Nankishi) – Ouro-Tagba (56. Jatta).