Jürgen Kramny bemängelt fehlende Konzentration bei seiner Mannschaft Foto: Pressefoto Baumann

Seit Samstag ist die zweite Mannschaft das Fußballteam, das in der Geschichte der dritten Liga das schnellste Gegentor kassiert hat.

Leipzig - Auf diesen Eintrag in die Rekordbücher hätte der VfB Stuttgart sicher verzichten können. Aber: Seit Samstag ist die zweite Mannschaft das Fußballteam, das in der Geschichte der dritten Liga das schnellste Gegentor kassiert hat. Geschossen hat es genau 8,6 Sekunden nach Anpfiff Daniel Frahn von RB Leipzig, der den Jenaer Nils Pichinot (17 Sekunden) ablöste und hinterher schwärmte: „Das war ein gelungener Spielzug.“ Für Jürgen Kramny, den Trainer des VfB Stuttgart II, hatte der Fehlstart ­andere Gründe.

Der erste war ein Fehler von Abwehrspieler Thomas Geyer. „Er hat den Ball nicht getroffen“, sagte Kramny. Der zweite eine generelle Unkonzentriertheit zu Beginn der Partie beim Aufsteiger. „Wir hatten nicht die Konzentration, die wir gebraucht hätten“, ärgerte sich der Coach, der auch das zweite Gegentor (24.) auf eine Unachtsamkeit ­zurückführte. Danach mühte sich sein Team vergebens um klare Tormöglichkeiten. Kurz vor Schluss erzielte Marco Grüttner zwar den Anschlusstreffer (86.), per Konter machten die von Ex-VfB-Co-Trainer Alexander Zorniger trainierten Leipziger aber alles klar. „Insgesamt war es eine verdiente ­Niederlage“, gab Kramny zu.

Eine Reaktion will der Trainer nicht erst im kommenden Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt sehen, sondern schon im Test am Dienstag (17.30 Uhr) bei Oberligist SGV Freiberg. In dieser Partie sollen auch die Spieler aus der zweiten Reihe Spielpraxis sammeln – oder auch mehr. „Der eine oder andere Spieler in dieser Partie kann Druck machen“, sagte Kramny. Unabhängig davon hat der Coach aber auch schon einen Verbesserungsvorschlag für kommenden Samstag: „Dann müssen wir ab der ersten Minute voll konzentriert sein – und nicht erst danach.“

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