Lukas Kiefer (re.) gegen Freibergs Simon Klostermann: Der Kapitän des VfB Stuttgart II befindet sich auf Vereinssuche. Foto: Baumann

Der Ball ruht, doch die Personalplanungen beim VfB Stuttgart II laufen. Fest steht, dass der Vertrag mit Mittelfeldspieler Lukas Kiefer nicht verlängert wird – der Kapitän wäre gerne geblieben.

Stuttgart - „Es ist schon nervig. Das Mannschaftstraining fehlt einem.“ Lukas Kiefer geht es derzeit wie vielen anderen Sportlern. Doch der Mittelfeldspieler des Fußball-Oberligisten VfB Stuttgart II kann die Zeit nutzen, um die offenen Fragen bezüglich seiner sportlichen Zukunft zu klären. Denn ihm wurde mitgeteilt, dass sein am Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Der Kapitän muss von Bord. „Am Anfang war ich schon enttäuscht, als mir unser Trainer und Sportlicher Leiter Michael Gentner die Nachricht mitgeteilt hat“, räumt der 27-Jährige ein. Im Januar 2018 wurde der Böblinger vom SV Waldhof Mannheim als Führungsfigur verpflichtet, und eine längerfristige Perspektive beim VfB sei ihm in Aussicht gestellt worden. Schließlich ist er ein echter Weiß-Roter. Fast die komplette Jugendzeit verbrachte Kiefer auf dem Wasen. Höhepunkt war der Gewinn der deutschen U-17-Meisterschaft durch ein 3:1 n.V. im Finale gegen den FC Bayern München. Im Team von Trainer Marc Kienle stand damals auch Torwart Bernd Leno.

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Am Saisonende aber ist nun Schluss. Es werde auf seiner Position auf der Sechs anders geplant, lautete die Begründung. Kiefer ist neben Marc Stein (34), Benedikt Koep (32) und Marcel Sökler (29) einer der vier Ü-23-Spieler im aktuellen Kader, von denen immer nur drei gemeinsam auf dem Platz stehen dürfen. „Ich bin voll im Saft und guter Dinge, dass ich eine passende neue Herausforderung finde“, sagt Kiefer, bei dem sich die erste Enttäuschung inzwischen etwas gelegt hat. Er hofft und geht davon aus, dass er sich als Oberliga-Meister und Aufsteiger mit der U21 vom Wasen verabschieden kann – und die derzeit unterbrochene Saison nicht komplett annulliert wird. „Das wäre der worst case“, sagt Kiefer. Doch er geht vom Sprung in die Regionalliga aus, da er mit seinem Team sowohl in der Hinrunden-Tabelle, als auch aktuell an der Spitze steht.

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Neben dem Kontrakt von Kiefer laufen beim VfB II noch die Verträge folgender Spieler am 30. Juni aus: Baboucarr Gaye (Tor), Pedro Allgaier, Manuel Kober, David Grözinger (alle Abwehr), Pedro Almeida Morais, Jonas Preuß, Nick Bätzner (alle Mittelfeld), Benedikt Koep und Malik Bakmaz (beide Sturm). Bakmaz ist vom Karlsruher SC aber nur ausgeliehen. Klar ist, dass der künftige U-21-Trainer Frank Fahrenhorst mit dem aktuellen U-16-Trainer Heiko Gerber (anstelle von Tobias Rathgeb) als Assistent in die neue Saison geht. Lukas Kiefer wird das dann alles aus der Ferne beobachten. Bei welchem Verein auch immer. Ein Weiß-Roter wird er bleiben.

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