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Vor dem Duell gegen Hannover 96 appelliert Trainer Christian Gross an "Ehrgeiz und Stolz" seiner Spieler.

Stuttgart - Das 0:4 beim FC Barcelona war heftig. Aber es ist auch eine Chance - wenn der VfB Stuttgart die richtige Antwort findet. Vor dem Duell gegen Hannover 96 appelliert Trainer Christian Gross an "Ehrgeiz und Stolz" seiner Spieler: "Wir können es besser, jeder will das zeigen."

Der VfB tut vor den Spiel gut daran, auf sich selbst zu schauen - und auf die Tabelle. Dort befinden sich die Roten im Mittelmaß: Nach unten besteht trotz der Warnung von Gross ("Noch haben wir nicht genug Punkte") kaum noch Gefahr, und um die Minimalchance auf Platz fünf und die Europa-Liga zu wahren, muss die Mannschaft nach zwei sieglosen Spielen gegen Schalke und Bremen eine neue Serie starten. Alles andere als ein Dreier wäre fatal.

Acht Punkte fehlen dem VfB auf einen internationalen Platz, und das bei noch acht ausstehenden Spielen. "Das reicht aus, das können wir schaffen, die Saison ist noch nicht gelaufen", sagt Manager Horst Heldt, der "eine Trotzreaktion" erwartet: "Wichtig ist, dass wir den positiven Trend bestätigen, den wir seit Dezember hatten." Im Übrigen sei "die Bundesliga eine Verpflichtung, das Bestmögliche herauszuholen".

Ob es den Roten tatsächlich gelingt, nach der Enttäuschung von Barcelona noch einmal durchzustarten? Die Situation ist gewiss nicht einfach - der Mannschaft steht ein Charaktertest bevor, ähnlich wie dem FC Bayern in der vergangenen Saison. Die Münchner verloren damals im Viertelfinal-Hinspiel ebenfalls 0:4 beim FC Barcelona, kassierten alle vier Gegentreffer in einer Halbzeit und wurden dabei nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. Am folgenden Samstag kam Eintracht Frankfurt in die Allianz-Arena, die Bayern gewannen 4:0. Dem VfB würde gegen Hannover schon irgendein Sieg genügen - egal, wie hoch.

"Hannover ist nicht Barcelona", sagte 96-Trainer Slomka in einer Pressekonferenz. Mehr dazu finden Sie in unserer Printausgabe vom 20. März.

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