Raphael Holzhauser will beim VfB wieder eine Rolle spielen - und trainiert dafür hart. Foto: Pressefoto Baumann

 Holzhauser wirkt aufgeräumt, als er im Dauerregen von Schruns vom Platz stapft. Topfit und vier Kilo leichter. Seine blauen Augen funkeln: „Der VfB ist mein Verein." - Doch gibt es für ihn eine Chance für den Neuanfang?

Schruns - Nicht nur William Kvist, auch Raphael Holzhauser hofft auf einen Neustart beim VfB. Bei den Fans unter Bruno Labbadia anfangs der Hoffnungsträger – was hauptsächlich darauf beruhte, dass er eines der jungen Gesichter war –, entwickelte sich der 21-Jährige mit der gesamten Mannschaft stetig zurück. Mit dem Stempel ewiges Talent ging es für ein Jahr nach Augsburg.

Die Zeit dort: Nun ja. Nach gutem Start warf ihn eine Verletzung zurück. Als Holzhauser wieder fit war, spielte die Mannschaft so gut, dass er in jedem Training 100 Tore hätte schießen können – sein Platz blieb die Bank. Er hat sich nie hängenlassen, aber auch nicht wirklich aufgedrängt, heißt es in Augsburg. Spätestens nach seinem Rauswurf bei der österreichischen U 21 wegen Disziplinlosigkeiten sei er beim FCA untendurch gewesen.

Doch auch für den Blondschopf gilt: vergessen und vorbei. Holzhauser wirkt aufgeräumt, als er im Dauerregen von Schruns vom Platz stapft. Topfit und vier Kilo leichter. Seine blauen Augen funkeln wie eh und je, und das hat nichts damit zu tun, dass er sich in seinem Heimatland besonders wohlfühlt. „Der VfB ist mein Verein – es ist schön, wieder hier zu sein“, sagt der 21-Jährige.

Nur – eine weitere Parallele zu Kvist – wo ist Platz für ihn? Im zentralen offensiven Mittelfeld sind die Roten mit Daniel Didavi, Alexandru Maxim und Moritz Leitner überdurchschnittlich besetzt. Eine Position weiter hinten heißen die Konkurrenten Christian Gentner und Carlos Gruezo. Schwierig, doch den Österreicher ficht das nicht an: „Ich kann im zentralen Mittelfeld jede Position spielen, auch außen.“

Fragen, die auf seine Schludrigkeit und den oftmals fehlenden letzten Biss abzielen, kann Holzhauser „nicht mehr hören“. Er hat nur noch eines im Sinn: den Blick nach vorn.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: