VfB-Neuzugang Karim Haggui hofft mit Tunesien wieder auf WM-Teilnahme Foto: dpa

Seit Montag hatte Karim Haggui beim VfB Stuttgart trainiert, er hatte sich auf sein Debüt gegen Hertha BSC gefreut und saß dann doch nur auf der Bank.

Berlin - Seit Montag hatte Karim Haggui beim VfB Stuttgart trainiert, er hatte sich auf sein Debüt gegen Hertha BSC gefreut und saß dann doch nur auf der Bank. Es waren Tage zwischen Hoffen und Bangen, ein Auf und Ab der Gefühle – wie mit der Nationalelf seines Heimatlandes Tunesien.

Nach dem 0:2 gegen die Kapverdischen Inseln war Haggui reichlich deprimiert, als er beim VfB eintraf. Die Heimniederlage bedeutete Tunesiens Aus für die WM 2014. Umso aufgedrehter war der Innenverteidiger nun am Freitag in Berlin, auch wenn er gar nicht zum Einsatz kam. Denn plötzlich stehen Tunesien wieder alle Türen Richtung Brasilien offen. Die Kapverden hatten gegen Tunesien in Fernando Varela einen Spieler eingesetzt, der noch gesperrt war. Deshalb urteilte der Weltverband Fifa am grünen Tisch: Das 2:0 für die Kapverden wird mit 3:0 für Tunesien gewertet, das dadurch einen Platz für die Play-off-Spiele Afrikas ergattert hat. Ausgelost wird am Montag, möglicher Gegner sind Ägypten, Burkina Faso, Kamerun, der Senegal und Äthiopien. „Das kommt überraschend, aber umso mehr freue ich mich natürlich“, sagt Haggui. Und weil geteilte Freude doppelte Freude ist, hatte er in Berlin jede Menge Gesprächsstoff mit seinem Landsmann und Nationalmannschaftskollegen Sami Allagui, der im Hertha-Kader stand.

Richtig glücklich ist Haggui aber erst, wenn es beim VfB für ihn rund läuft. Nach dem Abgang von Kapitän Serdar Tasci zu Spartak Moskau kam er für rund 500 000 Euro Ablöse nach Stuttgart und übernahm auch gleich Tascis Rückennummer 5. „Jeder Spieler träumt davon, einmal in Stuttgart zu spielen“, sagt Haggui in fließendem Deutsch. Die Betonung liegt auf „spielen“. Denn die Reservistenrolle, die er zuletzt in Hannover innehatte, ist er leid.

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