Im Hinspiel gelang VfB-Profi Gonzalo Castro (hinten) der 2:1-Siegtreffer gegen Bremen. Foto: Baumann

Lange war er außen vor, in Bremen an diesem Freitag (Anpfiff 20.30 Uhr) wird der VfB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro erneut den Kapitän Christian Gentner ersetzen. Da werden Erinnerungen ans Hinspiel wach.

Stuttgart - Man kann nicht behaupten, dass sich die Verpflichtung des Routiniers Gonzalo Castro bisher für den VfB Stuttgart als Glücksgriff erwiesen hat. Vielmehr reiht sich das Engagement des Ex-Dortmunders bislang ein in die Reihe der enttäuschenden Investitionen, welche der ehemalige Manager Michael Reschke zu Saisonbeginn getätigt hat. Doch in Bezug auf Gonzalo Castro, der mit der Erfahrung von inzwischen 372 Bundesligaspielen eigentlich zum defensivstarken Ballverteiler im Trikot mit dem Brustring hätte avancieren sollen, ist immerhin ein Highlight-Spiel notiert: Dies war am 29. September, als Castro am 6. Spieltag der damals noch jungen Bundesligasaison gegen Werder Bremen der 2:1-Siegtreffer gelang. Es ist bis heute sein einziger Treffer für den VfB.

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In der 52. Minute für Dennis Aogo eingewechselt, machte Castro gegen die Hanseaten im Anschluss an einen Pass von Mario Gomez aus halbrechter Position den Siegtreffer. Zuvor hatte sich der VfB das Gegentor von Bremen zum zwischenzeitlichen 1:1 auf recht kuriose Weise eingefangen, als der Torhüter Ron-Robert Zieler einen Einwurf von Borna Sosa noch berührte, der dann aber ins Stuttgarter Tor rollte.

Castro soll die Bälle beim VfB verteilen

„Gonzalo ist ein spielstarker Spieler. Wir brauchen seine Pass-Sicherheit, seine gute Spielverlagerung. Er ist fußballerisch sicher einer der Besten bei uns“, sagt der VfB-Trainer Markus Weinzierl über Castro, der bei nur 14 (Teil-)einsätzen bisher keine tragende Rolle beim VfB besetzte. Nun aber soll der 31-Jährige einen anderen Routinier ersetzen, denn es wird erwartet, dass der Kapitän Christian Gentner in Bremen wie bereits beim 1:3 gegen Leipzig am vergangenen Wochenende draußen sitzt.

„Es gibt für mich keinen Grund, alles wieder zu hinterfragen“, sagt Markus Weinzierl zu seinen personellen Überlegungen vor dem enorm wichtigen Auswärtsauftritt an diesem Freitagabend (Anpfiff ist um 20.30 Uhr) an der Weser.

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