Daniel Ginczek (Mitte) vom VfB Stuttgart könnte schon bald für Deutschland auflaufen. Foto: Getty Images

Kein Spieler in der Fußball-Bundesliga hat in den vergangenen elf Spielen so oft getroffen wie Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart. Jetzt schielt der Angreifer auf eine Nominierung von Jogi Löw.

Hamburg - Daniel Ginczek fühlte sich wie im falschen Film. Dominant wie in der Anfangsphase gegen Köln (1:3) bestimmte der VfB Stuttgart am Samstag mit Tempofußball das Geschehen im Hamburger Volksparkstadion. Der 24-Jährige brachte die Schwaben mit seinem dritten Bundesliga-Doppelpack (23./42.) gegen den HSV in Führung.

Der neue Stil seines Trainers Alexander Zorniger für bedingungslosen Angriffsfußball kommt dem zentralen Stürmer entgegen. Dass die Partie nach dem Platzverweis von Florian Klein nach 54 Minuten noch zum 2:3 kippte, enttäuschte Ginczek zutiefst.

„Wenn wir bis zum Schluss Elf gegen Elf gespielt hätten, würde ich viel Geld wetten, dass wir nicht verlieren“, sagte er. „Gegen Köln und Hamburg haben wir 160 Minuten gut gespielt, das sind genau die 20 Minuten, die uns fehlen“, beklagte Ginczek.

Nach seiner Kreuzbandverletzung ist er stärker denn je und träumt sogar von einer Länderspielnominierung. Schon im Abstiegskampf der vergangenen Saison machte er mit sieben Toren in neun Spielen auf sich aufmerksam. Beim DFB durchlief er alle Jugendmannschaften, Spekulationen vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Polen, dass er für den Gegner auflaufen könnte, weist er von sich. Es habe nur einmal eine Anfrage gegeben, weil seine Großeltern aus Schlesien stammen.

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