Schon wieder getroffen gegen euch: Mario Gomez mit Freiburgs Trainer Christian Streich Foto: Baumann

Zwölf Spiele, zwölf Tore, das ist die Wahnsinnsbilanz von Mario Gomez gegen den SC Freiburg. Gegen seinen Lieblingsgegner will der Stürmer des VfB Stuttgart am Sonntag wieder zuschlagen – mit reichlich Rückenwind aus den vergangenen Duellen.

Stuttgart - Keine Frage: Mario Gomez und der VfB Stuttgart haben schon bessere Zeiten erlebt. Die Tage sind düster, die Abstiegsangst geht um – und es es ist auch nicht übertrieben zu behaupten, dass die aktuelle Saison noch nicht die des Starstürmers ist. Fünf Tore bei 18 Einsätzen stehen bisher zu Buche, und am vergangenen Spieltag beim FC Bayern München (1:4) saß Gomez nur auf der Bank.

Wie gut, dass jetzt der SC Freiburg kommt.

Und damit sicher einer der Lieblingsgegner von Gomez. Mehr noch: Wenn die Fans des Sportclubs den Namen Gomez hören, dann beginnt das große Zittern. Denn Gomez ist der Schreck des SC Freiburg. In insgesamt zwölf Spielen gegen den SC für den VfB, für den FC Bayern und den VfL Wolfsburg erzielte der Angreifer zwölf Tore.

Gomez, der Mister hundert Prozent. Im Schnitt also trifft er in jedem Spiel gegen Freiburg einmal – was Hoffnung macht für das wegweisende Duell des VfB an diesem Sonntag in der Mercedes-Benz-Arena. Wir schnappen uns jedes einzelne der zwölf Gomez-Tore als Mutmacher fürs Landesduell. Denn Angriff ist ja manchmal wirklich die beste Verteidigung gegen eine latente Krise. Bühne frei gegen Freiburg – für den Stuttgarter Tor-ero Mario Gomez.

29. Oktober 2010, FC Bayern gegen SC Freiburg (4:2, ein Gomez-Tor). Der Trainer in München heißt Louis van Gaal – und der Stürmer Mario Gomez. In der 61. Minute köpft er nach einer Flanke von Daníjel Pranjic zum 2:1 ein, am Ende siegen die Bayern mit 4:2.

19. März 2011, SC Freiburg gegen FC Bayern (1:2, ein Gomez-Tor): Wieder ist Gomez gegen den Sportclub zur Stelle, wieder per Kopf, nur dieses Mal ganz früh, nach neun Minuten. Franck Ribéry flankt eine Freistoßflanke in den Sechzehner, Gomez hält die Birne hin – 1:0. Am Ende trifft Ribéry nach 88 Minuten zum 2:1-Siegtreffer.

10. September 2011, FC Bayern gegen SC Freiburg (7:0, vier Gomez-Tore): Dann macht es bumm, ja und dann kracht’s, und alle schrei’n – der Gomez macht’s! Der alte Klassiker, einst für den Bomber Gerd Müller getextet und gesungen, lässt sich an diesem Spätsommertag in Münchens Arena auf Mario Gomez umdichten. Vier Tore in einen Spiel – Wahnsinn! Den Anfang macht der Stürmer in der achten Minute mit dem 1:0 nach einem Zuspiel von Toni Kroos, weiter geht es mit dem 4:0 (52.), als Gomez mit links ein Ribéry-Zuspiel verwertet. Es folgen schnell das 5:0 und das 6:0 (55. und 71.). Erst wird Gomez von seinem Gegenspieler Oliver Barth angeschossen, der Ball springt dann hoch und senkt sich hinter dem verdutzten Freiburger Schlussmann Oliver Baumann ins Netz (55.). Zum krönenden Abschluss verwandelt Gomez dann einen Elfmeter zum 6:0. Und spätestens von diesem Zeitpunkt an reden sie in Freiburg und drumherum vom Freiburg-Schreck namens Mario Gomez.

5. November 2016, SC Freiburg gegen VfL Wolfsburg (0:3, zwei Gomez-Tore): Fünf Jahre später ist Mario Gomez nach seinen Stationen im Ausland beim VfL Wolfsburg gelandet – und zeigt, dass er in der Bundesliga gegen den SC Freiburg nichts verlernt hat. Als wäre er nie weg gewesen schnürt Gomez gegen den SC einen Doppelpack (41. und 53.) und führt die Wölfe zum 3:0-Sieg.

16. März 2018, SC Freiburg gegen VfB Stuttgart (1:2, zwei Gomez-Tore): Es ist tatsächlich das erste Bundesligaspiel für Gomez im Trikot des VfB gegen den SC, was auch daran liegt, dass Freiburg während Gomez’ erster Profizeit in Stuttgart bisweilen in der zweiten Liga kickte. Macht ja nichts, denn für Tore gegen den Sportclub ist es für Gomez ja nie zu spät. Dieses Mal schreckt er die Freiburger erst früh mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Dennis Aogo (4.), dann staubte er beim 2:1 (75.) quasi seinen eigenen Schuss ab – den ersten Versuch des VfB-Angreifers kann Keeper Alexander Schwolow noch parieren, dann aber ist er bei Gomez’ Nachschuss machtlos.

16. September 2018, SC Freiburg gegen VfB Stuttgart (3:3, zwei Gomez-Tore): Beim Hinrundenduell in dieser Saison ist wieder Gomez-Zeit im Schwarzwald. Er trifft wieder zweimal – und zwar zweimal zur Führung für den VfB. Erst macht Gomez das 2:1 und staubt dabei schon wieder seinen eigenen, ersten Schuss ab (48.) – und dann erzielt er ein Tor der Marke Extraklasse: Gomez’ Kopfball nach einer Flanke von Emiliano Insua nach 56 Minuten ist perfekt getimed und streicht zum 3:2 ins Netz. Dass der VfB am Ende nicht gewinnt, ist aber ein großer Makel. „Das ist brutal ärgerlich“, sagt Gomez.

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