Luis Enrique (54) hat den VfB genau studiert. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Der Cheftrainer von PSG lobt die Stuttgarter ausdrücklich und rechnet mit einem schwierigen Auswärtsspiel – für das er zugleich ausschließt, auf Unentschieden spielen zu wollen.

Keine Frage, der Druck auf Paris-Saint Germain ist groß, wenn es in der Champions League am Mittwoch (21 Uhr/Liveticker) gegen den VfB Stuttgart um den Einzug in die Play-offs geht: Seit Jahren ist es das erklärte Ziel der Franzosen, den Titel in der Königsklasse zu holen – da wäre ein Aus nach der Hauptrunde fast schon der Worst Case.

 

Den Trainer Luis Enrique bringt die Konstellation nicht aus der Ruhe. „Wenn ein Spieler bei PSG spielt, hat er jeden Tag Druck. Alle wissen das.“ Ein Blick auf die Tabelle genüge, um zu sehen, dass man noch nichts erreicht habe. Zwar reicht PSG wie auch dem VfB ein Unentschieden aller Voraussicht nach zum Weiterkommen, darauf will sich der 54-jährige Spanier aber gar nicht erst einlassen: „Ich bin nicht hier zum Spekulieren. Wir sind hier, um das Spiel zu gewinnen.“

„Es ist ein sehr schwieriger Gegner“

Dass das keine einfache Aufgabe wird, steht für Enrique außer Frage. Dass der VfB in der Vorsaison Vizemeister geworden sei, habe ihn nach der Analyse keineswegs überrascht. „Sie haben sehr gute Spieler, die gut angreifen und verteidigen können, die Druck ausüben“, so der Trainer, der 2015 mit dem FC Barcelona die Champions League gewonnen hatte. „Die Mannschaft ist sehr beweglich und agil. Es ist ein sehr schwieriger Gegner.“ Laut Enrique sei der VfB sogar die stärkste Mannschaft aus dem vierten Lostopf in der Königsklasse in dieser Saison. „Es wird eine sehr anspruchsvolle Aufgabe werden, denn wir spielen ja auswärts.“

Das sieht auch Lucas Hernandez so. Der PSG-Verteidiger stand bis 2023 beim FC Bayern unter Vertrag und spielte seinerzeit auch in Stuttgart. „Hier in Deutschland“, sagt der 28-Jährige, „ist immer eine tolle Atmosphäre, die Fans sind sehr präsent. Wir erwarten ein Spiel, das nicht einfach wird, mit viel Intensität. Wir müssen von der ersten Minute bereit sein.“ Am Ziel ändere das nichts: „Wir werden alles dafür geben, diesen Pokal zu gewinnen.“ Dafür braucht es in Stuttgart mindestens einen Punkt.