Am Samstag spielt Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart – Stefan Kießlings Lieblingsgegner. Wer könnte den Torjäger stoppen? Klicken Sie sich durch die Bildergalerie. Foto: dpa

Durch die Verletzungen von Serdar Tasci und Georg Niedermeier muss VfB-Trainer Bruno Labbadia für das Duell gegen Bayer Leverkusen am Samstag ein neues Innenverteidiger-Duo bilden.

Stuttgart - Es war im Grunde wie immer: Bayer Leverkusen hatte gespielt, Stefan Kießling hatte getroffen. Auch vor einer Woche, am ersten Spieltag gegen den SC Freiburg. Aber selbst wenn der Leverkusener Torjäger leer ausgegangen wäre, hätte er es verschmerzen können. Denn schon am vergangenen Samstag wusste er: „Nächste Woche hätte es ja geklappt.“ Denn an diesem Samstag (15.30 Uhr /Sky) nun spielt Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart – Kießlings Lieblingsgegner.

In den vergangenen acht Partien gegen den VfB hat der 29-jährige Stürmer immer getroffen, ist er nun wieder erfolgreich, schafft er es gleich zweimal in die Rekordbücher der Bundesliga. Zum einen wäre es sein 100. Treffer für Bayer Leverkusen. Andererseits würde er die Bestmarke von Klaus Fischer einstellen. Der frühere Nationalstürmer traf zwischen 1969 und 1974 in neun aufeinanderfolgenden Spielen gegen ein und denselben Verein.

Es war übrigens ebenfalls der VfB Stuttgart, weshalb das Team von Bruno Labbadia ziemlich große Lust hat, Kießling diesmal die Tour zu vermasseln. Das Problem ist nur, dass den VfB-Trainer ausgerechnet in der Abwehrzentrale die größten Personalsorgen plagen. Serdar Tasci und Georg Niedermeier fallen verletzt aus, aus einem Trio muss Labbadia nun ein möglichst sicheres Innenverteidiger-Duo formen. Wobei erschwerend dazukommt, dass aufgrund der Länderspiele unter der Woche kein intensives Einspielen möglich war. „Da sind wir jetzt gefordert“, sagt der Coach – der aus drei Varianten wählen kann.

Labbadia attestiert Rüdiger und Röcker Stärken im Zweikampf, aber...

Benedikt Röcker (23) und Antonio Rüdiger (20) sind zwei gelernte Innenverteidiger, dazu kommt, dass Daniel Schwaab – wie während der Vorbereitung – rechts in der Viererkette spielen könnte. Allerdings hat das junge Duo so noch nie zusammengespielt und insgesamt wenig Bundesligaerfahrung. Dazu kommt, dass Labbadia sowohl Rüdiger als auch Röcker zwar Stärken im Zweikampf attestiert, die Spieleröffnung aber noch für deutlich ausbaufähig hält.

Wahrscheinlicher ist daher eine der beiden Varianten mit Daniel Schwaab in der Innenverteidigung. In Mainz bildete der 24-Jährige nach Tascis Auswechslung mit Röcker das zentrale Duo. Letzterer sah bei zwei der drei Mainzer Gegentreffer allerdings nicht glücklich au – was wiederum für Antonio Rüdiger sprechen könnte. Daniel Schwaab hat neben seiner Erfahrung noch ein anderes wichtiges Argument auf seiner Seite: Der Ex-Leverkusener kennt die Qualitäten von Stefan Kießling ganz genau – und hoffentlich auch das Gegenmittel.

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