Der VfB Stuttgart will die Euphorie auch gegen den 1. FC Kaiserslautern weiter ausbauen. Foto: dpa

Dreimal hat der VfB Stuttgart zuletzt mit der gleichen Startelf gewonnen. Gegen den 1. FC Kaiserslautern ist Trainer Hannes Wolf zu einer anderen Aufstellung gezwungen. Mit der Qualität in seinem Kader hat der 35-Jährige aber kein Problem, einen Weltmeister zu ersetzen.

Stuttgart - Nach dem perfekten Rückrundenstart des VfB Stuttgart verändert Trainer Hannes Wolf gegen den 1. FC Kaiserslautern erstmals nach drei Spielen wieder seine Startelf - gezwungenermaßen. Weltmeister Kevin Großkreutz schaut im Duell der beiden Traditionsclubs nur zu. Nach einer Prellung bereitet dem Rechtsverteidiger sein Fuß weiter Probleme. „Wir wollen ihn da auch einfach schützen“, sagte Wolf vor der Partie am Sonntag (13.30 Uhr). „Sonst sind soweit alle dabei.“

Als Optionen für die Rechtsverteidigerposition gelten Matthias Zimmermann und der frühere Lautern-Profi Jean Zimmer. Für den 23 Jahre alten Zimmer, der sich seit seinem Wechsel im Sommer keinen Stammplatz erkämpfen konnte, wäre ein Einsatz gegen seinen Ex-Club ein besonderes Erlebnis. „Ich mache jetzt keine Nostalgie-Aufstellung. Das ist jetzt nicht das entscheidende Kriterium, dass er mal in Kaiserslautern gespielt hat“, sagte Wolf. „Ich weiß, dass es für Jean ein besonderes Spiel ist. Aber wir haben mehrere Optionen. Wie wir es machen, will ich nicht heute entscheiden“, betonte Wolf am Freitag.

Hier finden Sie die ganze VfB-Pressekonferenz zum Nachlesen.

Als Torjäger Simon Terodde beim 1:0 im Hinspiel am 5. Spieltag mit seinem Treffer zum Matchwinner wurde, war Wolf noch gar nicht beim VfB. Seitdem kassierten die Pfälzer keinen Treffer mehr im eigenen Stadion. Ein Torverhältnis von 16:17 genügt ihnen zu 26 Punkten und Platz elf. Kein Zweitliga-Team hat weniger Tore geschossen als Lautern, aber auch keins weniger kassiert. „Ich glaube, dass es eine defensiv sehr starke Mannschaft ist“, warnte Zimmer.

Unter dem neuen Trainer Norbert Meier holte der 1. FCK zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen, gewann vor einer Woche gegen den SV Sandhausen mit 3:0. „Kaiserslautern hat die Fähigkeiten, um uns alles abzuverlangen“, sagte Wolf. So hat sich der 35-Jährige darauf eingestellt, dass das Südwest-Duell erst in der Schlussphase oder spät in der zweiten Halbzeit entschieden werden könnte. Ebenso wie drei von vier Partien der Schwaben nach der Winterpause. „Ich konnte über Jahre lernen, mit dem Adrenalin umzugehen. Auch wenn ich voll motiviert bin, kann ich klar denken“, sagte Wolf auch mit Blick auf späte Wechsel aus seinem Luxus-Kader.

Rückkehrer Tobias Werner wird nach seinem ausgestandenen Muskelbündelriss im Hüftbereich noch nicht zum Kader gehören. Terodde, der wegen muskulärer Probleme in dieser Woche kürzertrat, dürfte gesetzt sein, sofern er wieder fit ist.

Die Vorfreude auf die Partie ist groß. Für das Südwestduell erwartet der VfB mehr als 50.000 Zuschauer. „Wir haben eine Euphorie in der Stadt. Diese wollen wir durch Erfolge mit unserer ganzen Energie und Kraft aufrechterhalten“, sagte Wolf, der gemeinsam mit Jan Schindelmeiser erreichen soll, dem VfB ein jahrelanges Zweitliga-Dasein wie dem FCK zu ersparen.

Die Fans jedenfalls glauben an das Duo, im Schnitt kommen 47.000 zu den Heimspielen. Wolf ist zuversichtlich, dass es sich auch am Sonntag lohnt: „Wir haben nicht das Gefühl, dass sich im Team nach den Siegen eine Überheblichkeit oder Zufriedenheit einschleicht. Der fünfte Sieg in Folge wäre total cool.“

VfB Stuttgart - 2. Bundesliga

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