Anastasios Donis (links) und Mario Gomez vom VfB Stuttgart freuen sich über den Erfolg gegen Hertha BSC. Foto: Pressefoto Baumann

Der Tod des Vaters von Christian Gentner überschattet den Sieg des VfB Stuttgart gegen Hertha BSC. Das Team von Markus Weinzierl hatte am Samstag in der zweiten Hälfte einen Rückstand gedreht. Wir blicken auf die nationalen Pressestimmen.

Stuttgart - Wechselbad der Gefühle beim VfB Stuttgart: Die große Freude über den wichtigen 2:1-Sieg gegen Hertha BSC wich nach dem Tod des Vaters von Kapitän Christian Gentner schnell der tiefen Trauer. Dabei hatte das Team von Markus Weinzierl in der zweiten Spielhälfte eine beeindruckende Moral bewiesen und durch zwei Tore von Stürmer Mario Gomez einen Rückstand gedreht.

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Das sagt die nationale Presselandschaft zum sportlichen Geschehen in der Mercedes-Benz Arena.

„Bild“: „In einer aus Stuttgarter Sicht grottenschlechten ersten Halbzeit belohnt sich die überlegene Hertha (knapp 75 Prozent Ballbesitz). Die Mannschaft von Markus Weinzierl (43) geht auch in den zweiten Durchgang ohne Offensiv-Plan. Doch mit der allerersten Chance ändert sich alles. Stuttgart punktet erst zum zweiten Mal in dieser Saison nach Rückstand (zuvor nur beim 3:3 in Freiburg).“

„Kicker“: „Nach einem abermals offensivschwachen Auftritt bog der VfB Stuttgart die Partie im zweiten Durchgang noch um und besiegte Hertha BSC mit 2:1. Ausgerechnet Mario Gomez traf nach seiner Durststrecke doppelt, die Schwaben durften im Abstiegskampf einen Teilerfolg feiern. Die Gäste hatten sich die Pleite auch selbst zuzuschreiben.“

„Süddeutsche“: „Angeführt von Mario Gomez hat der VfB Stuttgart einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga geholt. Die Stuttgarter drehten die Partie gegen Hertha BSC und setzten sich mit 2:1 (0:1) durch. Die Berliner verpassten den dritten Sieg in Folge. Ex-Nationalstürmer Gomez war mit seinen ersten Toren seit über zwei Monaten (64. und 76.) für den VfB erfolgreich.“

„Berliner Morgenpost“: „Eine Stunde lang hatten die Gäste das Spiel dominiert und nach dem ersten Bundesliga-Tor von Maximilian Mittelstädt (38.) völlig verdient 1:0 geführt. Dem Premierentor war die bis dahin schönste Kombination des Spiels vorausgegangen. Davie Selke und Vedad Ibisevic spielten Doppelpass im Strafraum, am Ende musste Mittelstädt nur noch einschieben. Von Stuttgart kam bis dahin nichts. Keinen Torschuss brachten die Gastgeber zustande. Was dann ab der 60. Minute passierte, verdarb nicht nur Torwart Rune Jarstein den Abend. Plötzlich rollte Angriff um Angriff auf Jarsteins Tor.“

„FAZ“: „Ein großer Sieg für den VfB! Die Stuttgarter waren in der ersten Halbzeit durchaus engagiert, gegen die stabile Hertha aber offensiv chancenlos. So ging die Halbzeitführung der Gäste auch absolut in Ordnung. Doch die Berliner verloren Mitte der zweiten Halbzeit gegen einen VfB, der noch mal alles reinwarf, den Faden. Plötzlich spielte nur noch Stuttgart, in der Berliner Defensive taten sich große Lücken auf und Mario Gomez drehte mit zwei Treffern das Spiel zu Gunsten der Schwaben. Ein Sieg, der sich für den VfB sehr gut anfühlen dürfte.“

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