Timo Werner (unten) – hier am 29. August im Zweikampf gegen den Frankfurter Luc Castaignos – steht am Mittwoch in der Partie gegen Hannover in der Startelf. Foto:  

Nach seinem Einsatz in der Startelf am vergangenen Sonntag, darf Timo Werner auch am Mittwoch im Krisenduell gegen Hannover wieder ran. „Timo hat’s gut gemacht, er wird wieder starten“, sagte VfB-Coach Zorniger am Dienstag.

Stuttgart - Seine sechste Niederlage in Serie will der VfB Stuttgart im Bundesliga-Krisenduell gegen Hannover 96 unbedingt verhindern. Trainer Alexander Zorniger hat mit alarmierenden Tiefs aber schon seine Erfahrungen gemacht. Noch zu Oberliga-Zeiten in Schwäbisch Gmünd sei ihm das widerfahren, erzählte der 47-Jährige vor dem wichtigen Fußball-Gastspiel am Mittwoch (20 Uhr/Sky) bei den Niedersachsen, die auch nur einen Punkt aus den ersten fünf Partien geholt haben.

Am Ende habe sich Zorniger mit seiner Truppe für den DFB-Pokal qualifiziert und frühzeitig den Klassenerhalt gesichert. Frühzeitiger Klassenerhalt? Für die Schwaben, die einen gesicherten Mittelfeldplatz anstreben, wäre das schon eine echte Leistung.

Sind auf dem richtigen Weg

„Die Ergebnisse müssen kommen“, forderte Zorniger mal wieder und meinte auch mit Blick auf die offensive Spielweise seiner Mannschaft: „Es gibt nach wie vor extrem viele, die sagen: Geht diesen Weg so weiter.“ Dieser Weg beinhaltet eine riskante Marschroute, die im besten Fall eine Vielzahl von Torchancen einbringt - aber im schlechtesten Fall zu riesigen Lücken in der Defensive führt.

„Alle sind felsenfest überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, versicherte Zorniger, der den Hannoveranern unter anderem „individuelle Qualität“ und eine „kopfballstarke defensive Zentrale“ bescheinigt. „Wie jede andere Mannschaft auch haben sie Waffen, mit denen sie uns schlagen können.“

Einsatz von Baumgartl fraglich

Das soll diesmal bei den 96ern, wo die Stuttgarter keine ihrer letzten acht Partien gewinnen konnten, aber nicht passieren. Dazu soll in der Offensive erneut auch Youngster Timo Werner beitragen. „Timo hat’s gut gemacht, er wird wieder starten“, sagte Zorniger am Dienstag. Der 19-Jährige hatte am Sonntag beim 0:1 gegen Schalke erstmals in dieser Bundesliga-Saison in der VfB-Startelf gestanden und sich für seine zuvor dürftigen Trainingsleistungen rehabilitiert.

Etwas fraglich ist dagegen der Einsatz von Innenverteidiger Timo Baumgartl. Der 19-Jährige klagte nach dem Schalke-Duell über leichte Knieprobleme. Insgesamt will Zorniger keine großen Änderungen in der Aufstellung vornehmen. Spielmacher Daniel Didavi, der wegen einer geplatzten Zyste im Knie am Sonntag nur einen Kurzeinsatz hatte, ist indes eine Alternative für die Startelf.

Zorniger: Kopf ist nicht das Problem

Einen psychischen Knacks seines Teams erkennt Zorniger trotz des desaströsen Starts nicht. „Ich sehe den Kopf nicht als das Riesenproblem“, erklärte er. „Der Kopf muss klar sein, damit du so eine Leistung abrufen kannst“, meinte Zorniger hinsichtlich der drückenden Überlegenheit seiner Mannschaft gegen Schalke.

Auch sein Team zeigt sich unverdrossen - der Bedeutung des nächsten Spiels ist es sich gleichwohl bewusst. „Ich will nach fünf Spielen nicht von einem Schicksalsspiel reden. Aber wir brauchen dringend Punkte“, versicherte Kapitän Christian Gentner.

„Beide Mannschaften haben den Saisonstart verhauen und daher ist es schon so früh in der Saison ein extrem wichtiges Spiel. Wir spielen zu Hause vor eigenem Publikum, und da erwarte ich natürlich auch schon, dass wir endlich mal drei Punkte holen“, betonte indes Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler. Sonst dürfte es auch für Zornigers Trainerkontrahent Michael Frontzeck eng werden.

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