Hängende Köpfe bei Daniel Ginczek (links) und Christian Gentner vom VfB Stuttgart Foto: Bongarts

Nur wenige Sekunden fehlten dem VfB Stuttgart, um bereits gegen Hannover 96 die 40-Punkte-Marke zu knacken und den Klassenerhalt zu feiern – dann kam Niclas Füllkrug. Wir haben die Stimmen zum Spiel.

Stuttgart - Die Spieler auf der Ersatzbank und über 57.000 Fans in der Mercedes-Benz Arena machten sich bereits bereit zum Jubeln – doch Niclas Füllkrug von Hannover 96 hatte etwas dagegen und traf den VfB Stuttgart mit seinem Tor in der Nachspielzeit mitten ins Herz. Durch das späte 1:1 gegen die Niedersachsen verpassten es die Schwaben, die 40-Punkte-Marke zu knacken und bereits an diesem Wochenende den Klassenerhalt rechnerisch perfekt zu machen.

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Nach der Partie zeigten sich Spieler und Verantwortliche des Vereins mit dem roten Brustring entsprechend enttäuscht in den Katakomben des Stadions. Wir haben die Stimmen der Akteure des VfB Stuttgart und von Hannover 96 zusammengetragen.

VfB-Trainer Tayfun Korkut:

„Das ist natürlich ein bitteres Ende heute mit dem letzten Ball in den Strafraum rein. Eigentlich haben wir in der zweiten Halbzeit nicht viel zugelassen. Wir hätten den Klassenerhalt rechnerisch klarmachen können. Das haben wir heute zwar nicht geschafft, dennoch hatten wir sehr gute letzte Wochen. Das dürfen wir nach diesem unglücklichen Gegentor nicht vergessen. Wir sind jetzt bei 39 Punkten, es fehlt noch ein kleiner Schritt. Natürlich sind wir jetzt erst einmal riesig enttäuscht, aber schon in der kommenden Woche wollen wir es besser machen und dann mit unseren Fans den Sieg und den Klassenerhalt feiern.“

96-Trainer André Breitenreiter:

„Wir wollten direkt von Beginn an zeigen, was uns letzte Woche stark gemacht hat. Das ist uns in der ersten Halbzeit gelungen. Allerdings hatten wir zu wenig Ballbesitz, weil der VfB das auch gut gemacht hat. Für die zweite Hälfte hatten wir uns vorgenommen, besser gegen den Ball zu arbeiten. Dann bekommen wir durch eine Standardserie das Tor und liegen hinten. Aber wir haben danach Moral gezeigt und zielstrebiger gespielt. Das hat zwar nicht zu einer hundertprozentigen Chance geführt, aber der Wille war da. In der Nachspielzeit haben wir dann den Ausgleich erzielt. Das ist dann natürlich auch glücklich, aber dafür brauchen wir uns nicht schämen. Der Punkt ist dennoch nicht ganz unverdient.“

VfB-Stürmer Daniel Ginczek:

„Direkt nach dem Spiel ist das natürlich eine gefühlte Niederlage für uns. Ich finde, wir haben es vor allem in der zweiten Hälfte richtig gut gemacht, dazu erzielt Erik Thommy ein wunderschönes Tor. Hinten haben wir dann auch keine echte Chance zugelassen, bekommen dann aber in der letzten Minute doch noch das 1:1. Nächste Woche gegen Werder Bremen wollen wir das auf jeden Fall korrigieren und wieder gewinnen.“

VfB-Torwart Ron-Robert Zieler:

„Es war ein typischer Spielverlauf für uns. Beim Gegentor versuche ich noch, dem langen Ball entgegenzugehen und mache den Schritt nach vorne. Im Nachhinein hätte ich das besser nicht gemacht.“

VfB-Spieler Dennis Aogo:

„Mit drei Punkten wäre der Sack zu gewesen. Wir waren hinten raus einen Tick zu passiv und haben zu viele Bälle in den Strafraum zugelassen. Gegen Werder Bremen haben wir nun nochmals die Chance, vor eigenem Publikum alles klarzumachen. Vielleicht ist es ja auch gar nicht schlecht, um die Spannung länger hochzuhalten.

VfB-Sportchef Michael Reschke:

„Ein Sieg wäre schön gewesen, weil das Restprogramm sehr schwierig ist. Aber mit 39 Punkten kannst du nicht mehr absteigen. In der ersten Halbzeit haben wir ein wenig Verwaltungsfußball geboten, aber in der zweiten Halbzeit können wir uns eigentlich nichts vorwerfen.“

VfB Stuttgart - Bundesliga

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