Das Team von Pellegrino Matarazzo verlässt durch den 2:1-Sieg den Relegationsplatz. Das ist wichtig. Doch mindestens ebenso wichtig ist die Rückkehr eines lange Vermissten.
Stuttgart - Es gibt Siege, die mehr wert sind als drei Punkte. Weil sie ein Team nicht nur in der Tabelle voranbringen. Sondern zugleich Kraft geben, Vertrauen in die eigene Stärke, Zuversicht. Und eine Perspektive. Genau so einen Erfolg landete der VfB Stuttgart beim 2:1gegen den FSV Mainz. Auch dank einer Einwechslung.
Schon als Silas Katompa Mvumpa in Richtung VfB-Bank lief, wurde er von den Fans lautstark gefeiert. Als ihn Trainer Pellegrino Matarazzo in der 85. Minute ins Spiel brachte, gab es stehende Ovationen, die Zuschauer jubelten fast mehr als bei den beiden Treffern von Hiroki Ito und Borna Sosa. Nach dem Abpfiff kniete der Stürmer, der acht Monate wegen eines Kreuzbandrisses gefehlt hatte, lange auf dem Rasen, ehe ihn die Cannstatter Kurve hochleben ließ. Es waren Momente voller Emotionen. Aber nicht nur.
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Die Rückkehr von Silas hatte auch Symbolcharakter. Weil sie noch einmal klar machte, was dem VfB in dieser Saison durch die vielen Verletzungen gefehlt hat. Und, noch wichtiger, welche Optionen in der Offensive Coach Matarazzo hat, sollte sein Kader irgendwann wieder komplett sein. Bis dahin müssen es weiterhin die Abwehrspieler richten.
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Ito und Sosa erzielten gegen die Mainzer Betonabwehr (Nummer zwei in der Liga hinter dem SC Freiburg) zwei Traumtore, das reichte, um den Relegationsplatz vorerst wieder zu verlassen. Eine ähnliche Effizienz und eine ähnliche Leistung am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Hertha BSC – und der VfB hat eine gute Chance, erstmals in dieser Saison zwei Siege in Serie zu schaffen. Dann wären ruhige Weihnachten garantiert. Eine schöne Perspektive. Auch dank Silas Katompa Mvumpa.