Thorsten Kirschbaum vertritt den verletzten Sven Ulreich im Tor. Foto: Baumann

Der VfB-Ersatztorhüter Thorsten Kirschbaum springt im Pokal beim SC Freiburg erstmals für verletzten Sven Ulreich ein – und muss doch wieder auf die Bank.

Stuttgart - Im Grunde ist alles wie immer. Am Dienstag absolvierte Thorsten Kirschbaum das Abschlusstraining, dann stieg er in den Bus, der den VfB Stuttgart zum DFB-Pokalspiel beim SC Freiburg brachte. Auch dieser Mittwoch beginnt wie alle, an denen abends ein Spiel ansteht. Und doch wird Thorsten Kirschbaum ein ungewohntes Kribbeln spüren, je näher der Anpfiff (20.30 Uhr/Sky) rückt. Denn der Torhüter, bisher die Nummer zwei, feiert sein Pflichtspieldebüt für den VfB. Kirschbaum ersetzt Sven Ulreich, der wegen einer Kapselverletzung am linken Daumen und einer Blessur am linken Mittelhandknochen gegen Freiburg und auch für das Bundesligaduell an diesem Sonntag bei Eintracht Braunschweig ausfällt. Das ist kein Problem, wenn es nach Thomas Schneider geht. „Thorsten hat eine richtig gute Entwicklung genommen“, sagt der Trainer, „er ist auf dem Toplevel angekommen und macht sicher seinen Weg.“ Vorerst heißt das: den Weg ins Tor – und zurück auf die Bank.

„Er ist laut und dominant“, lobt Trainer Schneider

Denn sobald Ulreich wieder fit ist, wird er ins VfB-Tor zurückkehren. Für Kirschbaum beginnt ein Spiel auf Zeit, da muss er sich nichts vormachen. Glänzen will er trotzdem. „Er ist ein guter Typ. Besonders gefällt mir sein gutes Coaching: Er ist laut und dominant“, sagt Schneider. Kirschbaum führt die Mannschaft von hinten heraus.

Seit er im Sommer ablösefrei von Energie Cottbus gekommen ist, feilt Kirschbaum zusammen mit Andreas Menger an der Torwarttechnik. „Er hat sich sehr gut eingefügt, aber es gibt immer Steigerungspotenzial“, sagt der Torwarttrainer und nennt die Bereiche Explosivität, Dynamik und Strafraumbeherrschung. Doch dafür ist zumindest diese Woche keine Zeit. Da hat Kirschbaum zwei anderweitige Verpflichtungen.

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