Anfang November gewann der VfB vor heimischem Publikum mit 3:2 gegen den FC Augsburg. Foto: Baumann/Volker Mueller

Nach vier Auswärtsspielen in Folge will der VfB vor heimischem Publikum wieder die Energie von den Rängen für sein Spiel nutzen.

Fast vier Wochen ist es mittlerweile her, dass in der MHP-Arena der Ball rollte. Damals, Anfang November, besiegte der VfB Stuttgart den FC Augsburg um dessen mittlerweile entlassenen Trainer Sandro Wagner mit 3:2. Was dann folgte? Viele Kilometer, Reisetage und Hotelübernachtungen. Vier Spiele in Folge absolvierte der VfB in der Fremde – bei Borussia Dortmund (3:3), gegen die Go Ahead Eagles im niederländischen Deventer in der Europa League (4:0), beim Hamburger SV (1:2) und zuletzt im DFB-Pokal beim VfL Bochum (2:0).

 

Zweifelsohne eine ungewöhnliche Konstellation, die auch zu nicht alltäglichen Maßnahmen führte. Von Deventer reiste die Mannschaft zum Beispiel direkt nach Hamburg ohne Zwischenstopp in der Heimat. Dass das alles mit dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Liveticker) gegen den FC Bayern erst einmal ein Ende hat, sorgt auch bei den VfB-Profis für ein gutes Gefühl. „Ich freue mich echt“, sagt Torhüter Fabian Bredlow, „am Samstagmorgen aufzuwachen und zu wissen: Wir haben Heimspiel, wir müssen nicht wieder irgendwo hinfliegen.“

Ausverkauftes Heimspiel gegen den FC Bayern

Es seien schwierige Wochen gewesen, ergänzt Kapitän Atakan Karazor: „Man merkt natürlich, dass das ein bisschen Kräfte zieht. Trotz allem war das jetzt ein erfolgreicher Block.“ In der Europa League und im Pokal blieb die Bilanz mit den beiden Siegen ohne Gegentor makellos, auch das 3:3 beim BVB konnte als Erfolg verbucht werden – einzig die Last-Minute-Niederlage beim HSV in Überzahl schmerzte.

Kapitän Atakan Karazor und der VfB freuen sich auf das Heimspiel. Foto: Baumann/Julia Rahn

Auch die ist aber inzwischen abgehakt, der Blick geht nach vorne. Dass das besagte Heimspiel nicht irgendeines ist, sondern der Südschlager gegen den Branchenprimus FC Bayern, verleiht dem Ganzen eine zusätzliche spezielle Note. „Wir müssen uns nicht verstecken und freuen uns auf ein geiles Spiel“, sagt Bredlow, „und es ist umso schöner, wieder zu Hause zu spielen und die Energie mitzunehmen.“

Die wird auch von den Rängen kommen: Wenig überraschend ist das Stadion am Samstag mit 60 000 Zuschauern restlos ausverkauft, schon kurz nach dem Start des Mitglieder-Vorverkaufs beim VfB waren sämtliche Tickets vergriffen. Auch auf dem Zweitmarkt stellten in den vergangenen Wochen weitaus weniger Mitglieder als üblich ihre Karten ein. Die Vorfreude auf das erste Heimspiel seit vier Wochen ist also groß – bei der Mannschaft und den Fans gleichermaßen.