Die Fans des VfB Stuttgart zeigten vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt ein Spruchband. Foto: Pressefoto Baumann

In der Vorwoche hatten hässliche Szenen im Fanblock von Hertha BSC für Aufsehen gesorgt. Nun zeigten die Fans des VfB Stuttgart in der Cannstatter Kurve, was sie von dem Vorfall halten.

Stuttgart - Am neunten Spieltag der Fußball-Bundesliga hatte es während der Begegnung zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC wüste Prügelszenen im Block der Gästefans gegeben. Nachdem die Polizei in den Bereich der aus der Hauptstadt mitgereisten Anhänger vordrang, wehrten sich die Ultras und gingen dabei unter anderem mit Fahnenstangen auf die Beamten los.

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Die jüngsten Vorfälle in Nordrhein-Westfalen lösten eine Debatte über Fan-Gewalt im Allgemeinen und die Ultra-Bewegung im Speziellen aus. Insbesondere der Versuch, ein großes Spruchband aus dem Bereich der Fans entwenden zu wollen, ist hierbei ein Diskussionspunkt – gelten doch in der Ultra-Szene Blockfahnen als eine Art Heiligtum.

„Bullen aus der Kurve“

Auch den Fans des VfB Stuttgart sind die hässlichen Szenen nicht verborgen geblieben. Doch positionierten sich diese im Vorfeld der Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt deutlich – auf die Seite der Fans von Hertha BSC. So wurde wenige Minuten vor Anpfiff von den Anhängern in der Cannstatter Kurve ein großes Spruchband entrollt. Darauf war zu lesen: „Fahnen sind und bleiben unantastbar. Bullen aus der Kurve.“

Solidarität mit den Fans eines anderen Vereins ist das eine. Auch die Diskussion um Polizeipräsenz in den Fanblocken gilt es gewiss sachlich zu führen. Fest steht allerdings: Die schrecklichen Szenen von Dortmund kann niemand gutheißen.

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