Der VfB Stuttgart hat die nächste Partie verloren. Weshalb sich die Situation für Pellegrino Matarazzo weiter verschärft. Ein Trainerwechsel könnte nun ganz schnell gehen, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.
Der VfB Stuttgart steckt im Dilemma. Mehr denn je nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin. Denn der Fußball-Bundesligist will trotz des klaren Abwärtstrends am Trainer festhalten. Pellegrino Matarazzo soll derjenige sein, der die Mannschaft aus der Krise führt. Doch es stellen sich einfach keine passenden Ergebnisse ein – und somit wächst mit den Zweifeln die Kritik am Coach.
Nach neun Spieltagen kommt der VfB nur auf fünf Punkte. Das Bedenkliche dabei: Die vergangenen drei Spiele wurden allesamt verloren. Aus verschiedenen Gründen. Dennoch vertraut der Sportdirektor Sven Mislintat dem Trainer weiter. Er stärkte nach der erneuten Enttäuschung gegen die Hauptstädter Matarazzo auch wieder den Rücken – eine Jobgarantie über die gesamte Spielzeit wie in der Vorsaison stellte er allerdings nicht aus.
Vielmehr verhält es sich so, dass Matarazzo mit der Mannschaft liefern muss, wie es schön heißt. Jetzt. Denn galt der 44-jährige Italoamerikaner lange als unantastbar, ist er es nach Monaten ohne Entwicklung nach oben nicht mehr. Zudem trifft Mislintat die Entscheidung, ob es mit Matarazzo weitergeht, nicht alleine. Da gibt es noch den Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle, der gleichzeitig Sportvorstand ist, sowie die Berater Sami Khedira und Philipp Lahm. Sie sind nun das erste Mal mit ihren Einschätzungen gefordert – um das Dilemma zu lösen.
Mit einem Trainerwechsel könnte es angesichts der schwierigen Situation nun ganz schnell gehen. Oder erhält Matarazzo mit der nächsten Heimpartie gegen den VfL Bochum noch eine Art Endspiel? Es wäre das erste im Abstiegskampf. Der Tabellenvorletzte erwartet dabei das Schlusslicht – sollte Matarazzo dann noch in der Coachingzone des VfB verantwortlich sein, zählt für ihn – trotz der vielen Sympathien im Verein – nur ein Sieg.