An diesem Sonntag starten die Frauen des VfB Stuttgart in die Pflichtspielsaison. Zum Auftakt geben sie ihr Debüt in einem besonderen Wettbewerb.
Siegreiche Testspiele, ein gelungenes Trainingslager – der erste Teil dieser Saison ist für die Frauenmannschaft des VfB Stuttgart schon einmal gut gelaufen. Aber: Was ist das alles wert? Eine Antwort auf diese Frage gibt es bereits an diesem Sonntag (15 Uhr/Platz 1 am Clubgelände) – wenn für die VfB-Frauen eine echte Premiere ansteht.
Durch den Gewinn des WFV-Pokals in der vergangenen Saison hat sich das Team von Cheftrainer Heiko Gerber die Teilnahme am DFB-Pokal verdient. Erstmals tritt eine VfB-Frauenmannschaft in diesem Wettbewerb an, zur Erstrundenpartie ist am Sonntag der 1. FSV Mainz 05 zu Gast. „Wir wollen“, sagt der Coach, „an unsere gute Vorbereitung anknüpfen.“ In welcher der Fokus auf zwei Themen lag.
Zum einen wollten Gerber und seine Mannschaft qualitativ vorankommen. Schließlich bringt die neue Saison nicht nur die Teilnahme am DFB-Pokal mit sich. Nach dem Aufstieg in die drittklassige Regionalliga ist das Team auch im Alltag deutlich mehr gefordert als noch in der vergangenen Oberligasaison. Am 1. September gehts mit dem Heimspiel gegen die U19 von Bundesligist Eintracht Frankfurt los.
Zum anderen galt es in den vergangenen Wochen, die Spielerinnen schnell zu einer Einheit zu formen. Was deshalb keine Selbstverständlichkeit war, da fast ein Dutzend Neue zum Regionalligakader gehören. „Jede für sich hat ihre Stärken“, sagt Heiko Gerber über die Neuzugänge, „die uns als Mannschaft besser und variabler machen.“ Zudem hätten sich alle „gut eingefügt“. Vor allem im Trainingslager im unterfränkischen Geiselwind wurde am Teamspirit gearbeitet.
Zwei Pokalspiele, dann der Ligastart
„Die Stimmung war sehr gut“, sagt Heiko Gerber, der sich zudem über mehr Unterstützung in seinem Trainerteam freut. In Theresa Panfil hat der Ex-Profi eine weitere Assistenztrainerin an der Seite. „Das“, sagt Gerber, „ermöglicht es uns, noch individueller mit den Spielerinnen zu arbeiten.“ Mittelfristig soll das den VfB in die zweite, später in die erste Liga führen.
Zunächst aber ist die Mannschaft in den Pokalwettbewerben dieser Saison gefordert. Am 25. August in der zweiten Runde des WFV-Pokals (der Gegner wird noch ermittelt), zunächst aber in der ersten Runde des DFB-Pokals. „Ich erwarte ein intensives und enges Spiel“, sagt Heiko Gerber. Zwar spielen die Mainzerinnen ebenfalls in der Regionalliga. Aber während der VfB in dieser Spielklasse Neuling ist, verpassten die FSV-Frauen in der vergangenen Saison den Sprung in die zweite Liga erst in den Aufstiegsspielen.
Heiko Gerber steht nahezu der gesamte Kader zur Verfügung. Lediglich Joy Castor und Dafina Redzepi sind nach langwierigen Verletzungen noch nicht wieder voll fit. Zudem fehlt noch Jana Beuschlein. Die Spielführerin hatte sich nach dem letzten Spiel der vergangenen Saison eine Schulterverletzung zugezogen und musste operiert werden. Die Angreiferin absolviert bereits wieder Lauftraining, vor Oktober wird sie aber wohl kein Pflichtspiel bestreiten können.