Trainer Heiko Gerber empfängt mit den VfB-Frauen den FC Bayern II. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Das Frauenteam des VfB startet am Sonntag vor heimischem Publikum mit großen Ambitionen in seine erste Zweitliga-Saison.

Das Warten hat ein Ende. Nach Wochen des Testens und Trainierens beginnt am Sonntag für das Frauenteam des VfB Stuttgart der Pflichtspiel-Ernst in der zweiten Bundesliga. Höchste Zeit, wie Heiko Gerber findet: „Wir freuen uns, dass es in der Liga endlich losgeht“, sagt der Cheftrainer vor dem Auftakt gegen den FC Bayern II, der am Sonntag um 14 Uhr auf dem Sportgelände des PSV Stuttgart beim VfB gastiert. Es ist das erste Zweitliga-Spiel überhaupt für die Stuttgarterinnen, die in der Vorsaison als Meister der Regionalliga aufgestiegen waren.

 

Obwohl die zweite Liga also Neuland für den VfB ist, geht das Team mitnichten als klassischer Neuling an den Start. Die jetzige Spielklasse soll mittelfristig nur eine Durchgangsstation sein. Das klare Ziel lautet: Bundesliga. Und das schon bald, wie unlängst der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle im Live-Podcast „PubCannstatt“ unserer Redaktion bekräftigte: „Es ist die Zielsetzung, in den nächsten beiden Jahren aufzusteigen. Wir sind ehrgeizig.“

Alexander Wehrle: „Wir haben uns wirklich sehr gut verstärkt“

Dafür setzt der VfB einiges in Bewegung. Infrastrukturell durch das geplante neue Stadion für das Frauenteam, aber auch personell. „Wir haben uns wirklich sehr gut verstärkt für diese Saison“, sagt Wehrle mit Blick auf die Verpflichtungen in diesem Sommer. Vom Bundesligisten 1. FC Köln kamen etwa Verteidigerin Janina Hechler (26) sowie für den Angriff die österreichische Nationalspielerin Nicole Billa (29) – ihres Zeichens im Jahr 2021 Bundesliga-Torschützenkönigin mit der TSG Hoffenheim und Fußballerin des Jahres in Deutschland.

Mit einer ungeschlagenen Vorbereitung hatten die Stuttgarterinnen ihre Ambitionen untermauert – zuletzt aber im DFB-Pokal durch das Aus gegen den FSV Mainz 05 auch einen Dämpfer hinnehmen müssen. Das ist abgehakt, der Blick richtet sich nach vorne auf das Auftaktspiel am Sonntag. „Wir wollen mutig und dominant auftreten, nach vorne spielen und dabei eine gesunde Spielhärte auf den Platz bringen“, sagt Trainer Heiko Gerber, „von Beginn an soll der Gegner spüren, dass hier nichts zu holen ist.“ Die Münchnerinnen belegten in der Vorsaison Platz zehn in der zweiten Liga mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge. Mit diesen Regionen will der VfB um Kapitänin Jana Beuschlein am liebsten schon in der nun beginnenden Saison nichts zu tun haben.