Start in die Rückrunde: Für Trainer Andreas Hinkel zählt nur der Klassenverbleib mit dem VfB II. Foto: dpa

Der VfB Stuttgart II beendet an diesem Sonntag gegen Röchling Völklingen die Winterpause. Wie es weitergeht weiß beim Fußball-Regionalligisten immer noch keiner. Die Zukunft des Teams soll sich Ende Februar entscheiden.

Stuttgart - Kein Trainingslager diesmal im sonnigen Süden. Meistens nur elf oder zwölf Spieler im Training. Drei der wichtigsten Kräfte der Mannschaft nicht mehr dabei. Und dazu weiß beim Fußball-Regionalligisten VfB Stuttgart II immer noch keiner, ob es die Mannschaft in der neuen Saison überhaupt noch gibt. Kein Wunder, dass Trainer Andreas Hinkel vor dem Wiederbeginn nach der Winterpause an diesem Sonntag (14 Uhr/Gazistadion) gegen Röchling Völklingen sagt: „Das war diesmal keine normale Vorbereitung.“

Im Szenario rund um die Stuttgarter Zweite schwingt also viel Endzeitstimmung mit. Der Coach geht allerdings sehr professionell mit dieser Situation der Ungewissheit um. Ende Februar, so die neueste Ansage aus der VfB-Geschäftsstelle, werde die Entscheidung fallen, ob und gegebenenfalls in welcher Form (möglicherweise als U 21) es mit der zweiten Mannschaft weitergeht. Mehr ist in dieser unruhigen Zeit auf dem Wasen nicht zu erfahren. Sowohl der Sportkoordinator Marc Kienle, als auch der Berater Peter Knäbel, der eine externe Expertise zur Lage des Stuttgarter Unterbaus erstellen soll, wollen sich aktuell nicht äußern. Was die Diskussionen und Spekulationen nicht weniger werden lässt. Die Mannschaft blende die Thematik vorerst aus, behauptet Hinkel: „Man kann sich auch damit todbeschäftigen.“ Klar wünsche er sich eine schnelle Entscheidung: „Als Trainer wäre es mir am liebsten gewesen, es hätte vor zwei oder drei Monaten Klarheit geherrscht.“

Hinkel soll Zukunft beim Verein haben

Ihm selbst und dem Team hinter dem Team wurde signalisiert, dass es für sie auf jeden Fall eine Zukunft beim VfB geben wird – unabhängig davon, wie es mit der aktuellen Regionalligamannschaft weitergeht. Hinkels Vertrag beim VfB läuft am Saisonende aus. Der 35-Jährige hat sich für den DFB-Fußball-Lehrerlehrgang, der im Mai beginnt, beworben und bleibt entspannt: „Im Fußball geht es doch oft wahnsinnig schnell. Das zeigen die jüngsten Beispiele Domenico Tedesco in die eine Richtung und Hannes Wolf in die andere.“

Für Hinkel zählt zunächst nur der Klassenverbleib mit dem VfB II. Geht man von fünf Absteigern aus, beträgt das Polster sechs Punkte. Wie schwer es wird, sportlich drin zu bleiben? „Einfach wird es nicht“, meint er der ehemalige Nationalspieler. Vor allem, weil die Abgänge nicht von Pappe sind. „Uns haben wahrlich keine Ergänzungsspieler verlassen“, sagt Hinkel. Sondern Kapitän und Abwehrchef Tobias Feisthammel, der erfolgreichste Torschütze Pascal Breier (zwölf Saisontreffer) und Joel Sonora (fünf Saisontore). Spieler, die in der Hierarchie weit oben standen. Gekommen ist immerhin Rückkehrer Lukas Kiefer (24) von Ligarivale SV Waldhof Mannheim, der in zentraler Position vor der Abwehr für Stabilität sorgen soll.

Ist die Verpflichtung ein Hinweis, dass es beim VfB II doch über die Runde hinaus weitergeht? Nicht unbedingt. Kiefers Vertrag in Mannheim wäre auch am Saisonende ausgelaufen. Jetzt will er sich eben beim VfB II für möglicherweise höhere Aufgaben empfehlen.

VfB Stuttgart II - Regionalliga

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