Gonzalo Castro ist einer von drei VfB-Spielern, denen eine Sperre droht. Foto: Baumann

Der VfB Stuttgart steht mit insgesamt 67 erhaltenen Karten im Mittelfeld der sogenannten „Fairness-Tabelle“ der zweiten Liga. Im Saisonendspurt drohen nun gleich drei Spieler noch Partien zu verpassen.

Stuttgart - Es lief die 90. Minute im Baden-Württemberg-Derby zwischen dem KSC und dem VfB Stuttgart, als sich Wataru Endo noch eine Gelbe Karte einhandelte. 33 Zweikämpfe hatte der Japaner zuvor geführt (davon 57,58 Prozent gewonnen), 10,79 Kilometer abgerissen (nur fünf Spieler liefern mehr), 65 Ballkontakte gehabt (drittbester Wert auf dem Feld) und 46 Pässe (Passquote 84,78 Prozent, viertbeste Quote aller Spieler auf dem Platz) – Werte, die unterstreichen, von welch zentraler Bedeutung er für den VfB Stuttgart ist. Umso schwerer wiegt es, dass der „japanische Bodyguard“ dem VfB am Mittwochabend (18.30 Uhr, Liveticker) nicht zur Verfügung stehen wird.

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Denn: Die Gelbe Karte war die fünfte im laufenden Wettbewerb für Endo. Er muss nun ein Spiel aussetzen – gerade im so wichtigen Heimspiel gegen die Kurpfälzer, dem drittletzten der regulären Saison. Immerhin: In den letzten beiden Spielen darf Endo wieder ran. Auf drei andere Akteure könnte dies nicht zutreffen. Silas Wamagituka holte sich gegen den KSC ebenfalls Gelb ab, steht wie Pascal Stenzel bei vier Karten – bei der nächsten Verwarnung heißt es einmal aussetzen.

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Einsamer Spitzenreiter der VfB-Kartenstatistik ist jedoch Gonzalo Castro. Der Routinier handelte sich bereits neunmal den Gelben Karton ein, zieht gemessen an seinen Einsätzen damit 0,35 Karten pro Spiel. Ebenfalls der Spitzenwert im VfB-Kader. Bei der nächsten Verwarnung setzt er auch einmal aus. Insgesamt steht der VfB-Kader bei 67 erhaltenen Karten (62 Gelbe, zwei Gelb-Rote und eine Rote Karte). Das bedeutet im Ligavergleich Rang elf. Spitzenreiter ist hier der SV Wehen Wiesbaden – mit 69 Gelben, drei Gelb-Roten und drei glatt Roten Karten.

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