Beim 1:0 über den SC Freiburg zeigt sich einmal mehr, dass der VfB in seiner Breite gut aufgestellt ist. Denn mehrere Einwechselspieler geben entscheidende Impulse.
Nachdem sein goldener Treffer zum 1:0-Sieg über den SC Freiburg den VfB auf Platz vier und damit in die Champions-League-Ränge gehievt hatte, da wollten die Kollegen ihrem Mittelstürmer Ermedin Demirovic ganz nah sein. Dicht vor der Auswechselbank der Stuttgarter bildete sich daher eine Jubeltraube im XXL-Format – mit Demirovic im Zentrum.
So kann das Stürmerleben manchmal spielen: In der Startelf des Pokalsiegers hatte Deniz Undav gegen die Breisgauer den Vorzug erhalten; Demirovic wurde derweil erst nach 77 Minuten für Bilal El Khannouss eingewechselt – avancierte dann aber eine knappe Viertelstunde später mit seinem Last-Minute-Treffer zum Man of The Match. Die VfB-Fans in der mit 60.000 Besuchern ausverkauften Arena sprangen vor Freude kollektiv in die Luft.
Diesmal war der Sieg, waren die Matchwinner, von der Bank gekommen. Denn neben Demirovic setzten auch die ebenfalls eingewechselten Maximilian Mittelstädt und Chris Führich positive Impulse. Es zeigte sich also einmal mehr, dass der in seiner Breite sehr ausgeglichen besetzte Kader ein großes Plus für den VfB ist.
Dass Undav diesmal eine ganze Reihe an Chancen liegen ließ, fiel daher im Endergebnis nicht ins Gewicht. Demirovic sprang in die Bresche. Der VfB hatte im Landesduell mit den Freiburgern, die beileibe keine schlechte Mannschaft stellen, drei weitere wertvolle Punkte eingefahren. In 20 Bundesligaspielen hat der VfB nun schon zwölfmal gewonnen.
Dass bei den Stuttgarter viele Spieler den Unterschied ausmachen können, wird auch mit Blick in die Zukunft ein Pfund sein, mit dem der Trainer Sebastian Hoeneß wuchern kann. Denn die Terminhatz geht weiter. Bereits am Mittwoch (20.45 Uhr) wird im Hohen Norden bei Holstein Kiel das DFB-Pokal-Viertelfinale für den Titelverteidiger angepfiffen.
Hoeneß fährt mit der Gewissheit an die Föhrde, mit seinem Team bereits 39 Punkte in der Bundesliga auf dem Konto zu haben. Das ist nach 20 Spieltagen die zweitbeste Punkteausbeute der Vereinsgeschichte.