Aufgebrachte VfB-Fans nach dem 1:2 in Frankfurt: Kapitän Gentner schlichtet Foto: dpa

Nach der achten Niederlage in Folge sind die VfB-Fans aufgebracht. Die Mannschaft, allen voran Kapitän Christian Gentner, schlichtet.

Stuttgart - So viel ist sicher: Wären die Profis des VfB Stuttgart so leidensfähig wie ihre Fans, dann würden sie jetzt nicht so dicht vor einem Abstiegsplatz stehen. Auch die achte Niederlage in Folge ertrugen sie einigermaßen gefasst. Aber nach dem Schlusspfiff bei Eintracht Frankfurt wurde klar: Die Stimmung ist nach dem unglücklichen 1:2 komplett am Boden. Und es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre sie gekippt. Erst als Christian Gentner, Georg Niedermeier und Martin Harnik am Fanblock den Dialog suchten, beruhigte sich die Situation wieder. Der Tenor der Aussagen war allerdings unmissverständlich: Der Plan, auf die Jugend zu setzen, ist das eine, dem Absturz in die zweite Liga tatenlos zuzusehen das andere. Es gab regelrechte Hilfeschreie: Tut endlich was, um der Mannschaft neuen Schwung zu geben.

Im Zentrum der Kritik steht immer heftiger das Trainerteam um Coach Thomas Schneider. „Sie können das Spiel nicht lesen und deshalb nicht auf die taktischen Umstellungen des Gegners reagieren“, knurrt ein VfB-Fan im Internet. Andere reagieren in der Verzweiflung mit Sarkasmus. Sie stimmen dem Coach zu, dass die Mannschaft ihr bestes Spiel seit langem gezeigt hatte – und fügten dann an: „Das ist ja das Schlimme. Sie können es nicht besser.“ Einige zweifeln auch die Autorität und sein Durchsetzungsvermögen an. Aber auch Sportvorstand Fredi Bobic bekommt sein Fett ab: „Bitte setzt mal ein Signal und feuert nicht immer den Trainer, der ist der ärmste Hund. Die Situation hat einen Hauptschuldigen, und er gehört auf der Stelle wegen völliger Unfähigkeit entlassen. Wer in der Winterpause einen Nachwuchsmittelfeldspieler holt, anstelle die kränkelnde Abwehr zu verstärken und dazu noch den erfahrensten Defensivspieler ausleiht, der hat kläglich versagt.“

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