Der Poker um Filip Kostic soll Anfang nächster Woch ein Ende finden. Foto: Baumann

Der Poker um Filip Kostic zieht sich weiter hin. Wann verlässt der Serbe den VfB Stuttgart? Und wohin? Manager Jan Schindelmeiser bleibt cool. Hier äußert er sich zum Interesse des HSV, weiteren Anfragen und Spielern wie Maximilian Wittek und Hajime Hosogai.

Grassau - Dass Filip Kostic den VfB Stuttgart verlassen wird, ist schon seit Wochen klar. Doch wohin, das ist die große Frage. Inter Mailand, FC Valencia, VfL Wolfsburg, Leicester City, und und und. Die Interessenten scheinen Schlange zu stehen. Dennoch ist seit einiger Zeit keinerlei Bewegung zu beobachten. Das scheint sich nun zumindest teilweise zu ändern.

Schindelmeiser hat keine Eile

Denn: Der HSV ist offenbar aus dem Rennen, wie diverse Medien melden. Die Ablöse sei zu hoch, man wolle den Poker nicht mehr mitmachen. Zur Erinnerung: Der VfB verlangt mindestens 15 Millionen, der HSV will oder kann nicht mehr als 12 Millionen bezahlen. VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser zeigt sich davon unbeeindruckt. „Bis diesen Mittwoch war Hamburg noch sehr interessiert. Wenn sich das jetzt geändert haben sollte, dann ist das eben so“, sagte er am Rande des Vormittagstrainings in Grassau. Heißt übersetzt:  Wer nicht will, der hat schon. Wir lassen uns die Ablösesumme nicht diktieren. Schon gar nicht vom HSV. Dass der VfB noch weitere Interessenten an der Hand hat, gibt Schindelmeiser unumwunden zu. Zwei, drei konkrete Anfragen liegen auf dem Tisch. Bis zum Wochenende „wird sich wohl nichts mehr tun“, so Schindelmeiser, der jedoch Anfang kommender Woche eine finale Entscheidung erwartet. „Dann kann es ganz schnell gehen.“

Wittek kein Thema mehr, Hosogai würde perfekt passen

Maximilian Wittek, Außenverteidiger von 1860 München, wird nicht zum VfB Stuttgart wechseln, wo er auch im Gespräch war. „Wir geben Wittek nicht ab“ schiebt 1860-Trainer Kosta Runjaic allen Bemühungen einen Riegel vor. Anders verhält es sich offenbar bei Haijime Hosogai von Hertha BSC. Der Japaner ist ein alter Bekannter von Trainer Luhukay. Der Spieler ist aktuell bei Hertha im Training, war aber zuletzt für Verhandlungen freigestellt und muss sich zwischen Darmstadt 98 und dem VfB entscheiden. Schindelmeiser wollte Verhandlungen mit Hosogai nicht direkt bestätigen, sagte aber, dass man „weitere erfahrene Spieler im Kader“ benötige und es manchmal ganz gut sei, solch einen „Mann zu holen, an dem die Jungen wachsen können und der dann nach einem Jahr Platz machen kann.“ Hosogai würde mit seinen 30 Jahren und der internationalen Erfahrung exakt in dieses Anforderungsprofil passen.

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