Kapitän Nummer acht: Christian Träsch. Foto: dpa

VfB-Profi Christian Träsch trägt als achter Mann in dieser Saison die Kapitänsbinde der Roten.

Stuttgart - Sieben VfB-Spieler hatten in dieser Saison schon die Kapitänsbinde am Arm, am Samstag kam der achte dazu. Gegen Schalke war Christian Träsch (23) an der Reihe - nichts Besonderes für den Nationalspieler. "Ich habe Verantwortung übernommen, aber das mache ich sonst auch. Es war eigentlich wie immer", sagte er nach dem 1:0-Sieg gewohnt bescheiden.

Dabei hat Christian Träsch seine Sache richtig gut gemacht, findet nicht nur Bruno Labbadia. "Das war eine sehr gute Lösung", lobte der VfB-Coach. Dass der defensive Mittelfeldspieler nach Matthieu Delpierre, Cacau, Christian Gentner, Georg Niedermeier, Serdar Tasci, Timo Gebhart und Martin Harnik jetzt zu der Ehre kam, sei die "logische Konsequenz" gewesen: Christian Träsch war schlicht und einfach der einzige aus dem fünfköpfigen Mannschaftsrat, der am Samstag in der Startelf stehen konnte. Die restlichen vier - Delpierre, Cacau, Genter und Marc Ziegler - sind entweder gesperrt, verletzt oder angeschlagen. "Die Mannschaft hat diesen Rat gewählt und darauf lege ich sehr viel Wert. Für mich sollte der Kapitän auch Mitglied des Mannschaftsrates sein", erklärte Bruno Labbadia und fügte hinzu: "Dass Christian der Achte ist, zeigt aber auch, mit welch riesigen Verletzungsproblemen wir uns schon die ganze Saison herumschlagen müssen."

Wie lange Träsch nun die Binde trägt, hängt vom Heilungsverlauf bei seinen Kollegen ab. Sollte Cacau, der Vertreter des gesperrten Delpierre, seine Adduktorenprobleme bis zum Spiel beim FC St. Pauli (Sonntag, 17.30 Uhr) überwunden haben, wird er das Amt übernehmen. Wenn Delpierre seine Rotsperre abgesessen hat (am 2. April gegen Bremen), erübrigt sich die Frage ohnehin.

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