Im Spiel gegen Dynamo Dresden zog sich Carlos Mané einen Knorpelschaden im Knie zu. Foto: Bongarts

Nach seiner Knieverletzung im Spiel gegen Dynamo Dresden steht fest, wie lange der VfB auf Carlos Mané verzichten muss. Der beste Vorbereiter der Liga wird bereits jetzt schmerzlich vermisst.

München - Der Mann der Mitte ist enttäuscht nach Hause gefahren. Das hat Jan Schindelmeiser gesagt. Und es ist nach dem 1:1 bei 1860 München sicher auch so gewesen – aber anzusehen war es dem VfB-Manager, der stets um Ausgleich bemüht ist, nicht. Dabei wollte er auf der Tribüne der Münchner Arena einen Sieg miterleben, ohne Wenn und Aber. Doch dann musste Schindelmeiser die Elf des Zweitligisten wieder aufbauen, sie wie schon in den vergangenen Wochen an ihre Stärken erinnern. Obwohl er auch zugab, dass gerade jetzt in der entscheidenden Phase der Zweitligasaison die mentale Verfassung einiger Spieler nicht die beste ist. „Man merkt, dass sich manch einer eine Formkrise nimmt“, sagte Schindelmeiser.

Bestes Beispiel: Takuma Asano, der für den verletzten Carlos Mané in die Anfangself rückte, aber ohne Selbstvertrauen spielte. Kein Tempo entwickelte er in seinen Aktionen, keine Dribblings wagte er, und keine Gefährlichkeit strahlte er aus. Schmerzlich vermisst wurde deshalb nicht nur Manés Dynamik und Ballfertigkeit, sondern ebenso seine Effektivität.

„Die Quoten lügen ja nicht“, sagte der Trainer Hannes Wolf. Mané ist der beste Torvorbereiter beim VfB, er ist auch beim vorletzten Pass sehr gut – doch der 23-jährige Portugiese befindet sich in Lissabon. Dort wird in den nächsten Tagen entschieden, wann und wo er wegen seiner Knieverletzung operiert wird. In Absprache mit seinem Stammverein Sporting Lissabon. Und auch bei der Reha des Flügelflitzers wird der portugiesische Club entscheidend mitreden. Schließlich liegen bei ihm die Transferrechte und der VfB hat den Spieler nur ausgeliehen. Unabhängig davon, dass Mané – ganz gleich ob Bundesliga oder nicht – gerne in Stuttgart bleiben will.

Im Prinzip. De facto ist es aber so, dass der Angreifer vier, fünf Monate ausfallen könnte. Da gibt es viel zu bedenken – auf allen Seiten. „Wir werden bald mit Carlos Mané telefonieren, um Klarheit zu bekommen“, sagte Schindelmeiser. Dabei ist das Knorpelteil, das im rechten Knie entfernt werden muss, nur das eine Problem. Das andere ist, dass es danach um den Muskelaufbau rund um das lädierte Knie geht.

VfB Stuttgart - 2. Bundesliga

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