Borna Sosa steigt im Trainingslager in St. Gallen beim VfB in die Vorbereitung ein. Foto: Baumann

Bei der U-21-EM hat Borna Sosa kein neues Selbstvertrauen getankt. In der Vorrunde kam für Kroatien das Aus. Am kommenden Wochenende steigt der Linksverteidiger beim VfB ins Training ein – im zweiten Jahr soll vieles besser werden.

Stuttgart - In seinem ersten Jahr beim VfB ist es für Borna Sosa nicht rund gelaufen beim VfB. Lediglich zwölf Bundesliga-(Teil-)Einsätze mit in Summe 613 Spielminuten stehen für den 21-Jährigen zu Buche. Dazu gesellte sich medialer Wirbel, als Sosa Ende März im Interview mit einer kroatischen Zeitung öffentlich klagte, unter dem Trainer Markus Weinzierl in Stuttgart nicht ausreichend Beachtung zu finden.

Nun aber soll für den Linksverteidiger beim VfB, wo er einen Vertrag bis 2023 besitzt, ein Neuanfang unter dem neuen Trainer Tim Walter her. Nach seinem Urlaub, den er auf Ibiza und aktuell in Paris verbringt, wird Borna Sosa am kommenden Wochenende im zweiten Trainingslager der Stuttgarter im Schweizer St. Gallen zurück auf dem Trainingsplatz erwartet. Dasselbe gilt für Orel Mangala, der für Belgien im Einsatz war. Die Spielphilosophie von Tim Walter und die Stärken von Borna Sosa – das könnte derweil gut zusammen passen. Ist der Blondschopf doch ein offensiv denkenden Außenverteidiger mit einer guten Flanke.

Kein Erfolg mit Kroatien

Doch wie in der abgelaufenen Bundesligasaison, in der sein Marktwert binnen zwölf Monaten von sechs auf vier Millionen Euro sank, ist es für Borna Sosa auch bei der U 21-EM in Italien nicht gut gelaufen. Im Auftaktspiel gegen Rumänien trug er mit einem Fehlpass die Hauptschuld am Gegentor zum 1:3 – am Ende unterlagen die Kroaten mit 1:4 Auch im zweiten Spiel, beim 0:1 gegen Frankreich, spielte Borna Sosa 90 Minuten lang durch, wurde dann aber im letzten Gruppenspiel vor dem EM-Aus, dem 3:3 gegen England, nicht mehr eingesetzt.

Dennoch hat Sosa dazu gelernt. So bezeichnete er vor dem EM-Start im Interview mit kroatischen Medien sein Premierenjahr beim VfB als „spannende Erfahrung“. Das klang schon diplomatischer als noch zu Weinzierl-Zeiten. Tatsächlich soll ein Neuanfang her, denn Sosa zählt in Stuttgart nicht zu den Spielern, die der Verein abgeben möchte. Da auch Emiliano Insua noch ein Jahr Vertrag hat, scheint die Position des linken Verteidigers, wo auch der junge David Grözinger spielen kann, eine der wenigen Stellen im VfB-Kader zu sein, an der Sportdirektor Sven Mislintat offenbar keine Umbauarbeiten im Sinn hat.

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