Seit geraumer Zeit gab es in der Belegschaft der VfB Stuttgart 1893 AG Bestrebungen, einen Betriebsrat zu gründen. Nun ist es soweit.
Stuttgart - Die Mitarbeiter der VfB Stuttgart 1893 AG bekommen eine organisierte Arbeitnehmervertretung. Am kommenden Dienstag findet im Clubzentrum eine entsprechende Wahl statt. Insgesamt 17 Kandidaten haben sich für die neun zu vergebenden Positionen des Betriebsrats zur Wahl gestellt, der zukünftig die Interessen der rund 350 VfB-Mitarbeiter vertreten soll.
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Die Bestrebungen, die auf Betreiben dreier langjähriger Mitglieder initiiert wurden, laufen seit Monaten. Im Zuge des Verfahrens gab es unter anderem Beratungsgespräche mit Verdi-Funktionären. Die Führung der VfB-AG begleitete die Prozesse wohlwollend. Man wertete das Anliegen als „legitimen Wunsch aus den Reihen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, ließ VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger im Mai gegenüber unserer Redaktion wissen.
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Bis heute sind solche Arbeitnehmervertretungen bei Proficlubs nicht die Regel, sondern eine große Ausnahme. Aus der Bundesliga wird der VfB Stuttgart einer von nur drei Clubs sein, in dem ein Betriebsrat existiert – neben Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg.
In der zweiten Bundesliga haben der Hamburger SV und der FC Schalke 04 eine entsprechende Mitarbeitervertretung.