Der VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo hat sich viel einfallen lassen, um die Stuttgarter gut auf die verbleibenden neun Spiele vorzubereiten. Foto: Baumann

Am Sonntag geht es für den VfB Stuttgart mit der Partie beim SV Wehen Wiesbaden in der zweiten Fußballliga weiter – damit beginnt ein außergewöhnlicher Endspurt im Aufstiegsrennen.

Stuttgart - Die Spannung steigt – bei Trainer Pellegrino Matarazzo, aber auch bei den 27 Spielern, die ihm für die Begegnung am Sonntag (13.30 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden zur Verfügung stehen. Kein Spiel wie jedes andere wird es für den VfB Stuttgart. Denn es wird geprägt sein von der gespenstischen Atmosphäre im Stadion ohne Zuschauer und der wohl außergewöhnlichsten Vorbereitung aller Fußballzeiten.

Böse Erinnerungen an das Hinspiel

Zwei Monate betrug die Zwangspause durch die Corona-Pandemie, länger als jede Sommerpause. Doch nur eine Woche blieb Matarazzo für die direkte Einstimmung auf das Aufeinandertreffen mit dem Tabellen-16. (Hinspiel ging 1:2 verloren). „Deshalb war ich zunächst voll auf unser Spiel fokussiert“, sagt der Trainer, der auf Maxime Awoudja (Achillessehnenriss), Borna Sosa (Knieprobleme) sowie Lilian Egloff und Sebastian Hornung (beide Abschlussprüfung) verzichten muss. Abläufe und Automatismen sollen beim Zweitligazweiten schnell wieder greifen. Ohne eine Testpartie und nur mit einem Trainingsspiel elf gegen elf hat dies Matarazzo zu bewerkstelligen. Dennoch ist er zuversichtlich, sein Team fit zu haben, wenn der Endspurt im Aufstiegsrennen beginnt.

Doch zu den Besonderheiten, des jetzt beginnenden Saisonabschnitts gehört auch, dass keine Elf weiß, wo sie wirklich steht. „Wir müssen uns dem sportlichen Wettbewerb stellen und werden die widrigen Umstände annehmen“, sagt der Sportdirektor Sven Mislintat. Auf die mentale Stärke wird es in den verbleibenden neun Spielen ankommen – darüber besteht unter den Verantwortlichen kein Zweifel. Und die spielerische Qualität soll dann noch oben drauf kommen.

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