An diesem Wochenende können die Frauen des VfB Stuttgart den Aufstieg in die zweite Liga perfekt machen. Die große Sause soll aber erst eine Woche später folgen.
Beim Stichwort zweite Liga hat man beim VfB Stuttgart in der Vergangenheit stets die Nase gerümpft. Waren die zwei Aufenthalte des Männerteams im Unterhaus in der jüngeren Vergangenheit (Saison 2015/16 und 2019/20) doch unter der Würde des Traditionsclubs aus Bad Cannstatt. Beim erst 2021 gegründeten Frauenteam verhält es sich anders. In der vierten Liga gestartet, stehen die VfB-Frauen vor dem Durchmarsch in die zweite Liga. Bereits an diesem Wochenende könnte es für die Mannschaft von Trainer Heiko Gerber soweit sein.
Gewinnt der VfB sein Auswärtsspiel beim Tabellenachten SC Sand II (Samstag, 14 Uhr) und lässt Verfolger TSG Hoffenheim II einen Tag später beim TSV Schwaben Augsburg Federn, ist den Stuttgarterinnen der Aufstieg auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Der Vorsprung beträgt zwei Spieltage vor Schluss drei Punkte bei einer um 26 Treffern besseren Tordifferenz.
Es könnte am Sonntag also zu einem Sofa-Aufstieg kommen, ähnlich wie die Meisterschaft bei den Männern vom FC Bayern München am vergangenen Wochenende. Eine große Party vorbereiten werde man nicht, versichert VfB-Sportdirektor Sascha Glass. „Feiern wollen wir eine Woche später gemeinsam mit unseren Fans.“ Dann empfängt das Team von Ex-Profi Gerber zum Saisonabschluss den TSV Schwaben Augsburg (18. Mai, 14 Uhr). Spätestens dann soll der neuerliche Aufstieg des Teams unter Dach und Fach gebracht sein.
Ausgetragen wird das letzte Heimspiel auf dem Gelände des PSV Stuttgart, die Verantwortlichen hoffen auf ein volles Haus. Rund 1500 Fans finden beim PSV im Schatten der großen MHP-Arena Platz. Für die Anhängerinnen und Anhänger wird es ein kleines Rahmenprogramm geben, auch die Meisterschale wird den VfB-Frauen dann wohl überreicht werden. Von den VfB-Oberen angekündigt haben sich unter anderen Sportvorstand Fabian Wohlgemuth sowie Vorstandschef Alexander Wehrle. Gefeiert wird anschließend in den Räumlichkeiten der MHP-Arena, ehe als Ziel für die gemeinsame Abschlussfahrt Berlin auf dem Plan steht: Zum Pokalfinale der Männer am 24. Mai. Auch ein gemeinsamer Trip „in den Süden“ soll noch folgen, wie es heißt.
Gemeinsame Abschlussfahrt zum Pokalfinale der Männer
Soweit der Plan. Vor dem aber noch die sportlichen Hausaufgaben stehen. Sportdirektor Glass rechnet damit, dass die Verfolgerinnen aus Hoffenheim ihre letzten beiden Spiele gewinnen werden. Das VfB-Team würde sich in diesem Fall keinen Ausrutscher erlauben dürfen. Entsprechend ernst wird die Aufgabe an diesem Samstag im Ortenaukreis angegangen. Angesichts der bisherigen Saisonbilanz (20 Spiele, 18 Siege, zwei Unentschieden) müsste es aber wohl fast schon mit dem Teufel zugehen, sollte der Spitzenreiter auf der Zielgeraden noch ausrutschen.