Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart muss sich in Freiburg mit einem Punkt zufrieden geben. Foto: Bongarts

In einer spektakulären Partie hat der VfB Stuttgart beim SC Freiburg den ersten Punkt der Bundesliga-Saison erkämpft. Das sagen die Spieler und Verantwortlichen der Roten zum 3:3 im Breisgau.

Freiburg - Spektakel im Schwarzwaldstadion: Nach turbulenten, abwechslungsreichen und nervenaufreibenden 94 Minuten trennten sich der SC Freiburg und der VfB Stuttgart 3:3. Während der Begegnung durchliefen nicht nur die 24.000 Zuschauer, sondern auch Spieler und Verantwortliche beider Teams ein echtes Wechselbad der Gefühle. Nach der torreichen Partie, in der die Schwaben zweimal in Führung gelegen waren, haben wir die Stimmen der VfB-Akteure zusammengetragen.

Lesen Sie hier: Unsere Einzelkritik der VfB-Spieler in der Partie gegen Freiburg.

VfB-Trainer Tayfun Korkut: „Das war ein Spiel fürs Publikum. Für die Trainer war es vielleicht nicht so, wie man sich das alles vorstellt. Wir hatten klare Ideen, wie wir das Spiel angehen wollten. Doch das frühe Tor hat uns etwas aus der Bahn geworfen, das hat man gespürt. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir uns stabilisiert, und nach der Pause sind wir in Führung gegangen. Wir müssen jetzt mit diesem Punkt leben und müssen schauen, dass wir im Heimspiel gegen Düsseldorf einen Dreier holen. Mit vier Punkten aus den beiden Spielen wären wir im Soll. Mit der heutigen Reaktion der Mannschaft nach den ersten beiden Niederlagen bin ich zufrieden. Auch Mario Gomez hat seine Tore gemacht und kommt immer besser ins Spiel. All das müssen wir jetzt mitnehmen und dann am Freitag gegen Düsseldorf gewinnen.“

Freiburg-Trainer Christian Streich: „Wir sind gut in die Partie gekommen, haben in der ersten Halbzeit stark gespielt. Ich kann mich nicht an eine Torchance des VfB erinnern – bis dann das 1:1 durch Insua fällt. Nach der Pause macht der VfB dann sogar mit der zweiten Chance das zweite Tor. Am Ende bin ich zufrieden darüber, wie wir in das Spiel zurückgekommen sind. Dass es aber zur Halbzeit 1:1 steht, ist extrem ärgerlich. Es ist ein wenig komisch: Ich bin zufrieden, aber ich bin auch nicht zufrieden.“

VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler: „Es war eine gute Möglichkeit auf drei Punkte. Wir haben offensiv eine gute Partie abgeliefert. Dabei hat die Mannschaft das Tor zum 1:1 gebraucht, um wieder ins Spiel zu kommen. Nach dem 3:2 hatte ich ein gutes Gefühl und dachte, wir bringen das über die Bühne. Mit Blick auf die Gegentore können wir höchstens bei dem Freistoß zum 2:2 von einem Torwartfehler sprechen, weil der Ball im Torwarteck einschlägt. Aber den Ball habe ich nicht gesehen.“

VfB-Kapitän Christian Gentner: „Wir müssen diesen Punkt einfach mitnehmen und auch ein paar positive Dinge. Wir haben wieder Tore erzielt, wir haben den ersten Punkt eingefahren. Und wir sind nach einem Rückstand zurückgekommen. Insgesamt haben wir nach schwachem Start eine gute zweite Hälfte gespielt.“

VfB-Verteidiger Andreas Beck: „Nach so einem Spiel sitzt man hinterher schon in der Kabine und denkt, da wäre mehr drin gewesen. Aber insgesamt betrachtet mussten wir uns nach dem frühen Rückstand erst wieder ins Spiel zurückkämpfen. Und wir haben zumindest einige unserer Ziele erreicht. Ich persönlich freue mich, dass ich nach fast fünf Monaten Verletzungspause wieder ein Spiel von Anfang an absolvieren konnte.“

VfB-Doppeltorschütze Mario Gomez: „Für mich sind das zwei verlorene Punkte, auch wenn die erste Hälfte schwierig war. Das 0:1 war natürlich Gift für uns, das hat uns einen kleinen Knacks gegeben. Aber dann hat sich gezeigt, dass die Mannschaft funktioniert. Wir haben nach der Pause großen Willen gezeigt.“

VfB-Sportchef Michael Reschke: „In den ersten 40 Minuten lief wenig zusammen – da hatte ich das Gefühl, dass ich in einem schlechten Film sitze. Nach der Pause war es eine komplett andere Mannschaft. Da war auch Mumm in den Aktionen. Das kommende Spiel gegen Fortuna Düsseldorf ist nun auch ein Ergebnisspiel, da müssen wir gewinnen. Auch wenn wir wissen, dass es sehr schwer wird.“

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