Ron-Robert Zieler (2.v.r.) vom VfB Stuttgart musste beim FC Bayern München viermal hinter sich greifen. Foto: Bongarts

Am Ende wurde es deutlich: Mit 1:4 unterlag der VfB Stuttgart beim FC Bayern München. Wir haben die Stimmen der Spieler und Verantwortlichen gesammelt.

Stuttgart/München - Die mitgereisten Fans des VfB Stuttgart hofften lange auf eine Überraschung – doch am Ende unterlagen die Schwaben dem FC Bayern München standes- und erwartungsgemäß mit 1:4.

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Nach der Begegnung haben sich die Spieler und Verantwortlichen des Vereins mit dem Brustring in den Katakomben der Allianz-Arena zum Geschehen auf dem grünen Rasen geäußert. Wir tragen die Stimmen zusammen.

VfB-Trainer Markus Weinzierl:

„Wir sind schwer ins Spiel reingekommen. Aber nach dem frühen Gegentor haben wir eine gute Reaktion gezeigt und den verdienten Ausgleich erzielt. Anschließend hat Anastasios Donis noch die Chance, das 2:1 zu machen. In der zweiten Hälfte hat der FC Bayern seine individuelle Klasse ausgespielt, die schwer zu verteidigen ist.“

Bayern-Trainer Niko Kovac:

„Wir kommen gut ins Spiel, haben dann aber 35 Minuten nicht stattgefunden. Wir haben kein Mittel gefunden, den Stuttgarter Block zu durchbrechen. Wir hatten kein gemeinsames Pressing und haben die Bälle, die hinter die Kette gespielt wurden, nicht verhindert. Die zweite Hälfte ist für uns besser gelaufen. Wir sind über unsere individuelle Klasse besser ins Spiel gekommen und haben aufgrund der Vielzahl an Chancen auch verdient gewonnen.“

VfB-Kapitän Christian Gentner:

„Wenn du in München etwas Zählbares mitnehmen willst, dann muss wirklich alles passen. Das hat es in der ersten Halbzeit eigentlich auch. Summa summarum verlieren wir aufgrund des zweiten Durchgangs dann doch verdient, weil sich Lücken aufgetan haben, die die Bayern eiskalt genutzt haben. Aber wir haben insbesondere in der ersten Halbzeit auch viele positive Dinge gezeigt gegen einen Gegner, der uns auf dem Papier natürlich überlegen ist. Dennoch stimmt der Charakter und die Moral der Mannschaft nach wie vor. Wir haben uns letzte Woche gegen Mainz und auch hier in München nicht aufgegeben. Jetzt kommen mit Freiburg und Düsseldorf Gegner, gegen die wir natürlich mehr holen wollen und auch müssen.“

VfB-Verteidiger Marc Oliver Kempf:

„Wir haben es in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht und hier in München relativ wenig zugelassen. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir so früh in Rückstand geraten, aber wir haben uns davon nicht beirren lassen und gut weitergemacht. Mit dem Ausgleich waren wir dann griffiger und besser im Spiel. Leider ist es uns nicht gelungen, das auch über die kompletten 90 Minuten durchzuhalten, dafür haben die Bayern in der zweiten Halbzeit dann zu stark auf den Sieg gespielt.“

VfB-Stürmer Mario Gomez:

„Ich habe den Trainer darin bestärkt, so zu handeln (lesen Sie hier, warum Markus Weinzierl auf Gomez und Badstuber verzichtet hat). Wir waren der Meinung, dass unsere Erfolgschancen so größer waren. Es ist klar, dass ich Niklas Süle nicht einfach so davonrenne. Deswegen habe auch ich für diese Lösung plädiert. Die nächsten Spiele sind wichtig, aber wir müssen die Kirche auch im Dorf lassen. Denn bei einem Sieg hätten wir 20 Punkte, und auch damit steigt man ab. Man sollte hier nicht zu viel Druck abladen.“

VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler:

„Wenn wir den Ball zum 2:2 reinmachen, haben wir gute Chancen, hier etwas mitzunehmen. Am Ende ist das Ergebnis um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Beim 1:3 komme ich leider einen Schritt zu spät.“

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