Sebastian Hoeneß (re.) trifft in der Partie gegen die TSG Hoffenheim erstmals nicht auf Pellegrino Matarazzo. In unserer Bildergalerie schauen wir auf die vergangenen neun Duelle der BW-Clubs. Foto: Pressefoto Baumann/Volker Müller

Pellegrino Matarazzo und Sebastian Hoeneß haben in den vergangenen fünf Jahren das Duell des VfB Stuttgart mit der TSG Hoffenheim geprägt. Nun muss sich der VfB-Trainer umstellen.

Das Duell der TSG Hoffenheim mit dem VfB Stuttgart zu Beginn des Jahres 2023 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes. Die Gäste aus Schwaben waren auf der Siegerstraße, ehe der damalige VfB-Profi Naouirou Ahamada auf einer Treppe am Spielfeldrand mit den Fans jubelte, dafür die Gelb-Rote Karte sah und die Hoffenheimer in Überzahl noch zum 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit kamen. So etwas sieht man nicht aller Tage. Aber: Besonders war dieses Aufeinandertreffen noch aus einem anderen Grund.

 

An der Seitenlinie standen André Breitenreiter als Cheftrainer der TSG und Bruno Labbadia als sein Stuttgarter Pendant. Was daran besonders sein soll? Dass weder Sebastian Hoeneß noch Pellegrino Matarazzo beteiligt waren.

Die beiden Trainer nämlich haben dieses Baden-Württemberg-Duell in den vergangenen Jahren geprägt. Von den zuletzt neun Aufeinandertreffen ging nur jenes im Januar 2023 ohne die beiden über die Bühne. Achtmal dagegen standen sich Hoeneß und Matarazzo in dieser Partie gegenüber – in unterschiedlichen Konstellationen.

Auf diese Kuriosität angesprochen, sagt Sebastian Hoeneß: „Das ist eine ungewöhnliche Konstellation, die mir so nicht bewusst war.“ Umso mehr lohnt der Blick auf die vergangenen Jahre.

Matarazzo und Hoeneß haben ein Dauerduell

In den Spielzeiten 2020/2021 und 2021/2022 war Pellegrino Matarazzo Trainer des VfB Stuttgart, den er im Frühjahr 2020 zurück in die Bundesliga geführt hatte. Sebastian Hoeneß hatte im Sommer 2020 die Chance auf seine erste Cheftrainerstation in der Bundesliga bekommen – er blieb zwei Jahre bei der TSG Hoffenheim.

Die Bilanz dieser zwei Saisons in der Bundesliga: Zweimal gewann Matarazzo mit dem VfB, einmal Hoeneß mit der TSG, ein Spiel endete Unentschieden. Es folgten bei den beiden Clubs die kurzen Episoden mit André Breitenreiter und Bruno Labbadia – ehe sich am 34. Spieltag der Saison 2022/2023 erneut Matarazzo und Hoeneß gegenüberstanden. In vertauschten Rollen.

Christian Ilzer ist seit Herbst 2024 Cheftrainer bei der TSG Hoffenheim. Foto: IMAGO/foto2press/IMAGO/Oliver Zimmermann

Matarazzo hatte im Herbst 2022 beim VfB gehen müssen, beerbte dann Anfang Februar Breitenreiter in Hoffenheim. Hoeneß hatte sein Engagement bei der TSG im Sommer 2022 beendet, folgte dann Anfang April 2023 auf Bruno Labbadia beim VfB. Beide kämpften gegen den Abstieg, nach dem 1:1 im Saisonfinale mussten die Stuttgarter in die Relegation.

Es folgten drei weitere Aufeinandertreffen der beiden Coaches – je ein Sieg, eine Niederlage und das 1:1 am sechsten Spieltag dieser Saison. Dann musste Pellegrino Matarazzo in Hoffenheim gehen. Weshalb es am kommenden Sonntag (19.30 Uhr/Liveticker) vor allem für Sebastian Hoeneß eine ganz neue Situation geben wird.

Erstmals bei einem Bundesligaduell VfB gegen TSG trifft der aktuelle Stuttgarter Trainer nicht auf Pellegrino Matarazzo. Dessen Job in Hoffenheim hat Mitte November des vergangenen Jahres Christian Ilzer übernommen. Der Österreicher kam von Sturm Graz in die Bundesliga.

„Ganz unabhängig davon, wer beim Gegner auf der Bank sitzt, ist jedes Bundesligaspiel eine besondere Herausforderung“, sagt Hoeneß zum bevorstehenden BaWü-Duell, „wir wissen, dass am Sonntag eine schwierige Aufgabe auf uns wartet.“ Was er nicht weiß: Wie es sich anfühlt, an der Seitenlinie Christian Ilzer gegenüberzustehen.

Die beiden begegnen sich als Trainer zum ersten Mal.