Frust pur bei Christian Gentner (links) und Emiliano Insua vom VfB Stuttgart nach der 0:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat beim 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach einmal mehr in der laufenden Saison eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Wir haben die Stimmen der Akteure zum Spiel.

Stuttgart - Mal wieder verloren. Mal wieder in der zweiten Hälfte unter die Räder gekommen. Mal wieder kein eigenes Tor erzielt. Auch bei Borussia Mönchengladbach hatte der VfB Stuttgart schlussendlich nichts zu bestellen und unterlag – auch in der Höhe verdient – mit 0:3.

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Damit rangieren die Roten auf dem 16. Tabellenplatz – bei einen Torverhältnis von 9:29. Nach dem erneut enttäuschenden Auftritt haben wir in den Katakomben des Borussia-Parks mit Spielern und Verantwortlichen des Vereins mit dem roten Brustring gesprochen. Das sagen die Beteiligten zum 0:3 am Niederrhein.

VfB-Trainer Markus Weinzierl: „Es ist sehr viel zusammengekommen heute. Ich denke, dass wir 70 Minuten lang strukturiert verteidigt haben, dazu hatten wir auch eine große Chance. Da musst du effektiv sein, und das waren wir nicht. Wir wussten, dass die Borussia in der zweiten Hälfte noch einmal offensiv wechseln kann und neuen Schwung in die Partie bringen kann. So läuft das dann hier. Das ist unglaublich bitter.“

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Mönchengladbach-Trainer Dieter Hecking: „Ich wusste, dass das heute ein Geduldsspiel werden kann. Wir hatten aber immer ein gutes Positionsspiel und haben den Gegner gut laufen lassen. Einmal haben wir hinten Glück gehabt, aber ansonsten war das gut. In der zweiten Halbzeit wollten wir weiter den Druck aufrechterhalten. Dass wir gute Spieler einwechseln können, ist diese Saison unser großer Trumpf. Wir wollten dann auch das zweite und dritte Tor und haben es bekommen. Aus unserer Sicht ist alles gut.“

VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler: „Wir haben 65 Minuten lang gut verteidigt. Dann ist der Druck der Gladbacher immer großer geworden. Das 0:1 war der Knackpunkt. Danach haben wir es einfach nicht mehr geschafft zurückzukommen. Insgesamt war das ein Abend zum Vergessen. Es hilft aber nicht zu jammern.“

VfB-Stürmer Mario Gomez: „Wir hatten gute Phasen und waren insbesondere in der ersten Halbzeit gut in den Zweikämpfen. Die Gladbacher taten sich zwischendurch schwer mit unserem Spiel und fanden kein Mittel. Leider habe ich das Tor zum 1:0 nicht gemacht. Das ist bitter für die Mannschaft und für mich selbst. Man muss aber auch ehrlich sagen, dass der Weg zum Tor in der zweiten Hälfte richtig weit war. Wir werden nun den Kopf hochnehmen, weitermachen und natürlich nicht aufgeben.“

VfB-Sportchef Michael Reschke: „Der Gladbacher Sieg ist verdient. Bis zum 0:1 waren wir ganz gut in der Partie. Danach hat alles ein wenig an das Leverkusen-Spiel erinnert. Das war wieder ein Rückschlag, aber das müssen wir verkraften. Personell sind wir mit drei Verletzten und einer Gelb-Roten Karte arg gebeutelt aus dem Spiel gekommen.“

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