Zuletzt war Holger Badstuber (li.) an den FC Schalke 04 ausgeliehen. Nun ist er ablösefrei zu haben. Foto: AFP

Holger Badstuber zum VfB? Für viele eine charmante Idee, für andere ein großes Risiko. VfB-Sportchef Jan Schindelmeiser schweigt – und wägt wohl ab.

Stuttgart/Neustift - Das Trainingslager des VfB Stuttgart geht am Mittwoch zu Ende – ziemlich sicher, ohne dass eine wichtige Frage geklärt wäre: Wer verstärkt die, in den vergangenen Jahren so anfällige, Innenverteidigung der Weiß-Roten? Noch ist kein zentraler Abwehrspieler verpflichtet worden, Kandidaten gibt es allerdings. Einer davon: Holger Badstuber.

Jan Schindelmeiser beißt sich allerdings lieber auf die Zunge, als dass er dazu eine Wasserstandsmeldung abgibt. „Kein Kommentar zu diesem Thema“, sagte der Sportvorstand des VfB Stuttgart am Montag im Trainingslager im Stubaital. Die Fans diskutieren dennoch bereits ausgiebig die Personalie.

Chancen und Risiken eines Transfers

Da ist zum einen die Krankenakte, die der 28-Jährige mitbringt. Immer wieder warfen den in Memmingen geborenen Abwehrspieler schwere Verletzungen zurück und kosteten ihn letztlich auch eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Das vergangene halbe Jahr beim FC Schalke (ausgeliehen) war sicher nicht sein bestes. Nun ist er ablösefrei zu haben. Andererseits war Badstuber vor seiner persönlichen Misere fester Bestandteil nicht nur des FC Bayern, sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft. Er gilt als guter Typ, taugt für die früheren Jugendspieler des VfB als Identifikationsfigur und kennt den gelungenen Spielaufbau nicht nur von der Playstation. Was all dies für Jan Schindelmeiser bedeutet? Der Sportchef des VfB muss Chancen und (finanzielle) Risiken abwägen. Mal wieder.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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