Für seine Unsportlichkeit kassierte Santiago Ascacibar (rechts) eine Sperre von sechs Wochen. Foto: Pressefoto Baumann

Nach seiner Spuck-Attacke auf Kai Havertz wurde VfB-Profi Santiago Ascacibar für sechs Wochen gesperrt. Nun meldet sich der Mittelfeldspieler zu Wort – und zeigt Reue.

Stuttgart - Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart hat seine Spuck-Attacke auf Kai Havertz als „dumme Aktion“ bezeichnet. „Es gab einige Provokationen und Sprüche in meine Richtung. Daraufhin habe ich mich zu einer Kurzschlusshandlung hinreißen lassen. Das war ein Riesen-Fehler“, sagte der 22-Jährige der „Sport Bild“ (Mittwoch) über die Szene bei der 0:1-Niederlage in der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen vor zehn Tagen.

Die Attacke gegen den deutschen Nationalspieler sei „keine Absicht“ gewesen. „Ich wollte Kai Havertz nicht treffen, nicht anspucken. Ich wollte neben ihn auf den Platz spucken“, sagte der Argentinier. Seine Sperre von sechs Wochen empfindet der VfB-Profi als zu lang. „Ich bin enttäuscht, dass die Sperre so lang ist“, sagte er. „Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen.“ Ascacibar ist bis einschließlich 25. Mai gesperrt und könnte erst in einem möglichen Relegations-Rückspiel gegen den Abstieg am 27. Mai wieder für den VfB auflaufen.

Er sei grundsätzlich kein „unfairer Sportsmann“, sagte Ascacibar. „Im Eifer des Gefechts passieren manchmal Dinge, die nicht unseren wahren Charakter widerspiegeln“, sagte er. „Ich habe in einem Moment falsch reagiert, auch weil die Situation insgesamt für den Verein sehr angespannt war. Ich habe meinem Frust freien Lauf gelassen, einen Fehler gemacht.“ Vier Spieltage vor Saisonende hat Stuttgart als 16. sechs Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

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