Mohammed Abdellaoue greift beim VfB Stuttgart wieder an. Foto: Pressefoto Baumann

Mohammed Abdellaoue kämpft sich zurück. Schon vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg wird der Stürmer des VfB Stuttgart zum Thema. Nun hat er über seinen langen Weg zurück und seine neue Stärke gesprochen.

Stuttgart - Nein, beim VfB Stuttgart konnte Mohammed Abdellaoue bisher keinen sportlich überzeugenden Eindruck hinterlassen. Viel zu oft war er verletzt, daher immer irgendwie hinten dran. Und wenn es dann mal lief - wie in der vergangenen Sommer-Vorbereitung - dann warf ihn die nächste Verletzung zurück.

Jetzt greift Mo Abdellaoue erneut an, hat einige Einsätze für den VfB Stuttgart II in den 3. Liga hinter sich und zehn Minuten bei der norwegischen Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag.

Schon für das Spiel beim VfL Wolfsburg könnte der Angreifer ein Thema für den Profikader werden, wie Trainer Huub Stevens am Mittwoch betonte.

Mit der "Neuen Presse" hat der Stürmer nun über seine lange Leidenszeit und seinen nächsten Angriff gesprochen. Über seine Verletzung sagt er: "Die Verletzung war ein harter Schlag. Ich wusste, dass es mindestens sechs Monate dauern kann. Ich kannte einen Teamkollegen, der mit dieser Verletzung zwei Jahre ausgefallen war."

Jetzt aber ist der Knorpelschaden ausgeheilt, auch wenn es ihm lange gar nicht gut ging: "Am Anfang war es hart. Ich machte mir viele Gedanken: Wie ist es nach der Operation? Komme ich zurück? Muss ich aufhören? In den ersten Wochen durfte ich nichts machen. Acht Wochen lang musste ich an Krücken gehen. Ich habe mich ziemlich hilflos gefühlt."

Über die Einsätze bei der zweiten Mannschaft des VfB hat er sich gefreut. "90 Minuten mit der zweiten Mannschaft sind für mich im Moment wertvoller als zehn Minuten mit den Profis. Das ist genau das, was ich jetzt brauche, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Ich glaube, ich bin auf dem besten Weg."

Der Gedanke an den Knorpelschaden verschwindet immer mehr: "Ich habe jetzt das Gefühl, dass die Dinge kommen. Ich gehe in die Zweikämpfe, ohne über das Knie nachzudenken. Körperlich bin ich jetzt stärker als je zuvor. Meine Kraft- und Ausdauerwerte sind jetzt besser als zu meinen Zeiten vor der VerletzungKörperlich bin ich jetzt stärker als je zuvor. Meine Kraft- und Ausdauerwerte sind jetzt besser als zu meinen Zeiten vor der Verletzung."

Jetzt will er wieder angreifen: "Es ist ein gutes Gefühl, zurück zu sein. Eine meiner Stärken ist der Wille. Ich war immer stark im Kopf. Man hat immer gute und schlechte Zeiten. Und ich komme immer wieder."

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