VfB-Sportvorstand Michael Reschke Viel Lärm um nichts

Von Gregor Preiß 

Seit August vergangenen Jahres Sportchef beim VfB: Der bei den Fans umstrittene Michael Reschke Foto: Baumann
Seit August vergangenen Jahres Sportchef beim VfB: Der bei den Fans umstrittene Michael Reschke Foto: Baumann

VfB-Sportvorstand Michael Reschke redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Was bei den Fans immer wieder für Aufregung sorgt – so auch jetzt wieder.

Stuttgart - Sportchef Michael Reschke sorgt bei den Fans des VfB Stuttgart mal wieder für Aufregung. Der Grund sind Aussagen, die der 60-Jährige nach dem 1:0-Erfolg am Sonntag beim FC Augsburg in der Mixed-Zone tätigte. Auf die Frage, ob er nach dem zweiten Sieg in Folge unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut schon einen Stimmungsumschwung im Umfeld des Clubs beobachte, antwortete Reschke: „Wenn jetzt der kritische Teil der VfB-Fans auch langsam umschwenkt, wäre das schön.“ Woraus der „Kicker“ einen Artikel verfasste, der mit ebendiesem Zitat überschrieben war. Woraus wiederum einige Fans, bei denen Reschke spätestens seit der Entlassung von Hannes Wolf nicht sonderlich wohlgelitten ist, ableiteten, dass Reschke seine Kritiker zum Umdenken auffordert. Beziehungsweise den Fans sagt, wie sie sich zu verhalten haben.

Nach oben offene Empörungsskala

Logisch, dass damit die nächste Stufe der nach oben offenen Empörungsskala im Netz erreicht war. „Der sollte einfach mal die Klappe halten“, lautete einer der harmloseren Kommentare auf Twitter.

Dass die Aussagen in der Hitze des Gefechts, nur wenige Minuten nach Schlusspfiff und bei einer Fragerunde quer durch den Gemüsegarten getätigt wurden, blieb bei dieser Betrachtung unberücksichtigt. Genauso wie der Zusatz, der sich in besagtem „Kicker“-Artikel ganz am Ende findet. Nämlich dass der Sportvorstand seinen Kritikern nicht den Mund verbieten will. Wenn weiter geschimpft und gebruddelt werde, „dann ist das halt so. Sie können meinetwegen auch kritisch bleiben. Kritik gehört dazu“, sagte Reschke noch. Doch das ging in der allgemeinen Aufgeregtheit unter. Genauso wie der Kommentar eines anderen Fans, der schreibt: „Reschke könnte auch sagen, heute scheint die Sonne. Und es würde garantiert einer meckern, dass es bei ihm wolkig ist.“

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