Der Stolz des VfB Stuttgart: Die DFB-Pokalsieger von 1997, Krassimir Balakov, Joachim Löw und Giovane Elber (von links), lächeln für die Fotografen. Foto: Pressefoto Baumann

Franz Wohlfahrt, Krassimir Balakov, Giovane Elber: Klingende Namen, die untrennbar mit dem großen Triumph des VfB Stuttgart verbunden sind – dem DFB-Pokalsieg von 1997. Am Sonntag kamen die Pokalhelden von einst in der Mercedes-Benz-Arena zusammen. Ein Teil des „magischen Dreiecks“ fehlte aber.

Stuttgart - Grauer sind die meisten geworden (Jogi Löw mal ausgenommen). Mancher hat nicht mehr sein Kampfgewicht von damals, 1997, als der VfB Stuttgart den DFB-Pokal an den Neckar holte. Zum zwanzigsten Mal gejährt hatte sich einer der großen Triumphe der Vereinsgeschichte bereits im Juni, am Sonntag luden die Verantwortlichen ihre weiß-roten Pokalhelden zum Heimspiel gegen den SC Freiburg in die Mercedes-Benz-Arena.

Viele waren der Einladung gefolgt: Giovane Elber, der den VfB Stuttgart damals mit zwei Toren in den Pokalhimmel schoss. „Ich habe an diesem Tag allen gezeigt, dass ich bis zur letzten Minute für den VfB da bin“, erinnerte sich der heute 45-Jährige an sein letztes Spiel für die Roten, bevor er in der folgenden Saison für den Erzfeind Bayern München auflief. Der Pokalsieg sei „die Krönung von drei wunderschönen Jahren in Stuttgart“ gewesen. Ganz komplett war das legendäre „magische Dreieck“, das Mitte der 1990er Jahre der Bundesligakonkurrenz das Fürchten lehrte, am Sonntag nicht: Zwar schwelgte Krassimir Balakov am Wasen in Erinnerungen, der Dritte im Bunde, Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic, fehlte aber.

Mayer-Vorfelders Witwe unter den Gästen

Für die Pokalhelden von damals war es ein weiß-rotes Familientreffen: „Mit einigen von damals bin ich noch heute gut befreundet, andere habe ich seither nicht mehr groß gesehen“, so Franz Wohlfahrt, der für den VfB damals den Kasten sauber hielt. Unter den Gästen waren auch Margit Mayer-Vorfelder, die Witwe des legendären VfB-Präsidenten, Abwehrrecke Thomas Berthold und Löws DFB-Assistenztrainer Thomas Schneider, der natürlich nicht nur zu den Pokalhelden gehört, sondern einst auch die Roten trainierte.

Apropos grau – im Juni 1997 trug man beim VfB Stuttgart das Haupthaar in den Vereinsfarben: Nach dem Pokaltriumph färbten Bobic, Elber und andere Spieler ihre Haare rot. Seine Haare lassen musste dagegen einer, der später mit seiner duftig-lässigen Frisur sogar Kosmetikwerbung machte: Pokalmacher Jogi Löw.

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