Georg Niedermeier (re., gegen den Münchner Mario Mandzukic): Neue Chance? Foto: dpa

VfB-Trainer Thomas Schneider setzt im Spiel bei der TSG Hoffenheim wohl verstärkt auf seine erfahrenen Spieler.

Stuttgart - Tristesse ist angesagt beim VfB Stuttgart. Kein Wunder – nach fünf Niederlagen in Serie und nach dem jüngsten deprimierenden Auftritt, der mit 1:4 geendet hat. Was folgt, sind die üblichen Mechanismen im Kampf gegen den Abstieg: Parolen, Beschwörungen, Beschwichtigungen. Und die Hoffnung, dass im nächsten Spiel in Hoffenheim alles besser wird.

So war das im Februar 2013. Exakt ein Jahr später hat der VfB wieder fünf Spiele in Folge verloren, das letzte (gegen Augsburg, nicht wie damals gegen Bremen) wieder mit 1:4, wieder geht es nach Hoffenheim – und wieder hofft der VfB auf ein Happy End wie vor zwölf Monaten. Damals gewann er 1:0.

Wie das gehen soll? Mit Einsatz, Leidenschaft und Zweikampfstärke. Und mit einer Startelf, die den Altersschnitt von rund 23 Jahren deutlich nach oben schrauben dürfte. Jetzt sollen die Routiniers die Kohlen aus dem Feuer reißen. „Wir brauchen ein Team, das die Trendwende einleitet“, sagt Trainer Thomas Schneider und denkt an seine erfahrenen Spieler wie Georg Niedermeier (28) oder Karim Haggui (30) in der Innenverteidigung, Mittelfeldspieler Martin Harnik (26) oder Stürmer Cacau (32). „Wir denken an die eine oder andere Änderung“, sagt er.

Unantastbar ist im Grunde nur Sven Ulreich: Einen Torwart wechselt kein Trainer ohne Not. Davor ist vieles denkbar. In der Abwehrzentrale hatte Antonio Rüdiger (20) zuletzt seine liebe Mühe, für ihn dürfte Niedermeier von der Tribüne in die Startelf rutschen. Rüdiger könnte auf der rechten Abwehrseite den unsicheren Gotoku Sakai ersetzen. An Moritz Leitner (21), Rani Khedira (20), Mohammed Abdellaoue (28) und Alexandru Maxim (23) wird Schneider wohl festhalten, auf den restlichen Positionen hat er die Qual der Wahl: Cacau von Anfang an, in der Sturmspitze oder links im Mittelfeld, wo Timo Werner (17) eine kleine Pause brauchen könnte? Und Harnik, zuletzt ebenfalls auf der Tribüne, zurück auf die rechte Außenbahn? Der Österreicher steht wie Niedermeier zumindest wieder im Kader.

Sicher ist nur, dass Kapitän Christian Gentner verletzt ausfällt. „Er fehlt uns als Führungsfigur“, sagt Schneider. Jetzt sind andere gefordert.

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