War in Hannover so gut wie abgemeldet: VfB-Torjäger Simon Terodde. Foto: Pressefoto Baumann

Bei der 0:1- Niederlage des VfB Stuttgart in Hannover hing der Topscorer Simon Terodde zumeist in der Luft und kam lediglich zu einer halben Torchance.

Hannover - Der VfB Stuttgart hat im Spitzenspiel der zweiten Fußball-Bundesliga bei Hannover 96 mit 0:1 (0:1) verloren. Mit seinem goldenen Tor in der 40. Spielminute ließ Hannovers Felix Klaus die eigenen Fans in der mit 49.000 Besuchern ausverkauften HDI-Arena am Maschsee jubeln. Dennoch besitzt der VfB vor dem letzten Heimspiel am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) gegen die Würzburger Kickers eine erstklassige Chance, den sofortigen Wiederaufstieg in die erste Fußball-Bundesliga vollends perfekt zu machen.

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Spielplan Seinen ersten Matchball hat der VfB Stuttgart beim 0:1 in Hannover nur indirekt verwandelt. Zwar verloren die Roten in Niedersachsen, doch der Trainer Hannes Wolf fasste die Tabellensituation nach der Partie so zusammen. „Wir haben zwar verloren, haben aber eine bessere Ausgangslage als vor dem Spiel.“ Das liegt daran, dass der VfB von großer Schützenhilfe aus Bielefeld profitierte. 6:0 bezwang die Arminia den Tabellendritten aus Braunschweig, auf den der VfB als Spitzenreiter jetzt vor dem letzten Spieltag drei Punkte Vorsprung und die um zehn Treffer bessere Tordifferenz besitzt. „Ein großes Dankeschön an Bielefeld“, sagte der VfB-Innenverteidiger Timo Baumgartl. „Wir haben heute bestimmt nicht unser bestes Spiel gemacht, wollen aber am letzten Spieltag gegen Würzburg die Meisterschaft klar machen.“

Spielentscheidend „Unsere Bälle in die Tiefe kamen heute gar nicht“, sagte der nach 51 Minuten eingewechselte Mittelfeldakteur Matthias Zimmermann. Tatsächlich ging beim VfB offensiv recht wenig zusammen. So hing der Torjäger Simon Terodde viel zu oft in der Luft – und besaß lediglich eine halbe Torchance, als er nach rund einer Stunde den Ball per Kopf rechts neben den Pfosten setzte. Die dickste Möglichkeit für die Stuttgarter besaß der eingewechselte Daniel Ginczek, der Mitte der zweiten Hälfte den Hannoveraner Schlussmann Philipp Tschauner aus spitzem Winkel aber nur am Kopf traf.

Spielentscheider Mit einem Schuss aus halblinker Position, der vom rechten Innenpfosten des VfB-Tores seinen Weg ins Netz fand, entschied der 24 Jahre junge Mittelfeldspieler Felix Klaus die Partie. Zuvor hatte der ansonsten stets ballsichere Ebenezer Ofori das Spielgerät im Mittelfeld verloren. Als dann Timo Baumgartl nur zaghaft aus dem Abwehrverbund herausrückte, war es um den VfB geschehen. „Unter dem Eindruck des Spiels werde ich jetzt nicht in Jubelstürme ausbrechen“, resümierte der VfB-Manager Jan Schindelmeiser, der seinen Spielern ein Feierverbot auferlegte. „Es gibt jetzt gar nix zu feiern. Sondern erst, wenn wir auch praktisch aufgestiegen sind“, sagte Schindelmeiser. Soll heißen: Die volle Konzentration gilt jetzt dem Saisonfinale gegen Würzburg, wo der VfB am nächsten Sonntag seine Fans mit einem Sieg belohnen will. Anschließend ist eine große Party der Mannschaft auf dem Cannstatter Wasen angesetzt, bei der auch die Musikband „Die Fantastischen Vier“ auftreten soll.

Wortspiel „Ich weiß, dass die Chance, es noch zu verspielen, klein ist. Aber ich will sie nicht größer machen, indem ich jetzt den Stecker ziehe und abschalte“, sagt der VfB-Trainer Hannes Wolf zu der wohl eher theoretischen Möglichkeit, dass die Stuttgarter den Aufstieg noch vergeigen könnten.

Spielausblick Ein 0:3 wie im Hinspiel will sich der VfB zum Saisonfinale gegen die Würzburger Kickers diesmal nicht leisten. „Die Unterstützung unserer Fans über die gesamte Saison hinweg ist etwas total Besonderes“, sagt Hannes Wolf vor dem Duell mit den Würzburgern, die in der Rückrundentabelle mit gerade Mal sieben geholten Punkten bei keinem einzigen Sieg Letzter sind. Um den eigenen Anhang glücklich zu machen, strebt der VfB daher einen Sieg und die damit verbundene Zweitliga-Meisterschaft an.

VfB Stuttgart - 2. Bundesliga

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