Niedergeschlagenheit bei den Spielern des VfB Stuttgart Foto: Pressefoto Baumann

Auswärts bleibt der VfB Stuttgart ein willkommener Gegner – auch bei der TSG 1899 Hoffenheim konnten die Roten keine Punkte einfahren. Die Gründe dafür liegen allem voran in der fehlenden Durchschlagskraft.

Stuttgart - Beim 0:1 (0:0) in Hoffenheim wurde überdeutlich, dass der VfB ein Problem im Sturm besitzt. Seit drei Bundesligaspielen haben die Stuttgarter nicht mehr getroffen. Nur 13 Tore stehen nach 16 Ligaspielen zu Buche. Zudem haben sich im Kraichgau Anastasios Donis und Chadrac Akolo verletzt.

Spielidee: Mit dem ehemaligen Hoffenheimer Andreas Beck anstelle von Marcin Kaminski in der Defensive sowie mit Chadrac Akolo für Simon Terodde in der Offensive lief der VfB bei seiner 0:1 (0:0)-Niederlage in Hoffenheim durch ein Tor von Mark Uth (81.) ansonsten mit derselben Formation auf wie beim 0:2 gegen Bayer Leverkusen. Zu Beginn ging der VfB mutig zu Werke, griff früh an und erspielte sich auch eine große Möglichkeit durch Berkay Özcan, der in der vierten Minute frei vor 1899-Torhüter Oliver Baumann auftauchte, aber zu schwach schoss. Auch bedingt durch die beiden frühen Verletzungen der Stürmer Chadrac Akolo (Brustkorbprellung) und Anastasios Donis (Gesäßmuskelzerrung) rückte der Aufsteiger von seiner offensiven Linie ab. „Wir standen hinten stabil, haben aber vorne für zu wenig Entlastung gesorgt“, sagte der Torhüter Ron-Robert Zieler.

Spielentscheidend: War neben den beiden Verletzungen der Umstand, dass der VfB vorne wie ein zahnloser Tiger agierte. Seit drei Bundesligaspielen haben die Stuttgarter nun kein Tor mehr erzielt. Das lag daran, dass es die beiden eingewechselten Stürmer Josip Brekalo und Takuma Asano wie auch Özcan an Durchschlagskraft vermissen ließen. Insgesamt hatte der VfB in Hoffenheim nur zwei Torchancen. So zielte Brekalo kurz vor Schluss über das Tor. Ganz bitter war der Abend für Simon Terodde, der nicht spielte. „Er hat allen Grund, auf mich sauer zu sein“, sagte der Trainer Hannes Wolf: „Aber nur auf mich.“

Spielentscheider: Das goldene Tor des Abends erzielte Hoffenheims Mark Uth mit seinem achten Saisontreffer. Vorangegangen war eine kuriose Szene, als zunächst Emiliano Insua den entscheidenden Zweikampf verlor. Dann konnte Benjamin Pavard auf der Linie retten, der Ball prallte an den Pfosten und von dort über Pavel Kaderabek zu Uth, der das Spielgerät in die Maschen jagte. Für Hoffenheim wird der gebürtige Kölner Uth immer wertvoller, während der VfB große Probleme im Sturm hat. So sind Akolo, Donis und Daniel Gincezk verletzt. Simon Terodde ist enttäuscht und Brekalo und Asano fehlt es an Torgefahr.

Wortspiel: „Wir wissen, dass wir vorne ein Problem haben. Dem stellen wir uns auch“, sagte Hannes Wolf angesichts der Tatsache, dass der VfB nach 16 Saisonspielen erst 13 Tore geschossen hat.

Spielplan: Zum Abschluss der Vorrunde kommt am Samstag (15.30 Uhr) der FC Bayern in die Mercedes-Benz-Arena. Das letzte Pflichtspiel der Stuttgarter steht dann am nächsten Dienstag (18.30 Uhr) an, wenn der VfB im Achtelfinale des DFB-Pokals beim FSV Mainz 05 antritt.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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