Der VfB Stuttgart hat sein Spiel gegen RB Leipzig verloren. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart kann in dieser Saison bislang einfach nicht auswärts gewinnen. Für die Schwaben war gegen starke Leipziger nichts zu holen. Wir analysieren das Spiel in unserer Fünferkette.

Stuttgart - Fünfmal in der Bundesliga auf des Gegners Platz angetreten, fünfmal verloren. Das ist die ernüchternde Zwischenbilanz des VfB nach der 0:1 (0:1)-Niederlage beim Vizemeister RB Leipzig. „Wir haben den Gegner maximal gefordert“, sagte der VfB-Cheftrainer Hannes Wolf: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen.“ Am Ende gab allerdings die individuelle Klasse den Ausschlag für die Leipziger, für die Marcel Sabitzer in der 22. Minute mit einem Linksschuss das goldene Tor erzielte.

Spielidee

Hannes Wolf bot wie gewohnt seinen Fünferriegel auf, in dessen Zentrum Holger Badstuber die Regie führte. Davor spielten Orel Mangala, Santiago Ascacibar und der erstmals in der Startelf aufgebotene Emiliano Insua. Das Trio hatte ebenfalls vorwiegend defensive Aufgaben. „Der Plan war, erst einmal sicher zu stehen und dann im Verlauf des Spiels hinter die Ketten der Leipziger zu kommen“, sagte Andreas Beck. Das ging allerdings nur bis zur 22. Minute gut,. Dann ließ Naby Keita seine individuelle Klasse aufblitzen. Der Afrikaner nahm im Mittelfeld Tempo auf, der Ball kam über Timo Werner zu Sabitzer, dessen Linksschuss sich unmittelbar hinter Ron-Robert Zieler ins Stuttgarter Tor senkte. Benjamin Pavard konnte zuvor nicht entscheidend stören.

Spielentscheidend

„Wir wussten, dass Leipzig eines der schwersten Auswärtsspiele überhaupt ist“, sagte Simon Terodde. Nach verhaltener erster Halbzeit, als vorwiegend die Roten Bullen Ballbesitz hatten, kam der VfB nach der Pause seinerseits zu zwei, drei guten Chancen. Doch die feine Verlängerung per Hacke von Takuma Asano nach Vorarbeit von Beck landete lediglich am rechten Pfosten des Leipziger Tores (56.). „Wir sind hier nicht als Aufsteiger aufgetreten, sondern als selbstbewusste Bundesligamannschaft“, sagte der Stuttgarter Sportvorstand Michael Reschke. Doch letztlich war deutlich zu erkennen, dass Leipzig ein Team mit Champions-League-Niveau besitzt, während der VfB in der Bundesliga den Klassenverbleib als das alleinige Ziel hat. Ihre Punkte müssen die Stuttgarter anderswo holen.

Spielentscheider

„Wir können nicht alle drei Tage ein Spektakel bieten“, sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl, dessen Team unter der Woche den FC Porto 3:2 besiegt hatte – und nun in Liga und Pokal zweimal auf den FC Bayern trifft. Viel war es nicht, was RB auf das Tor von VfB-Torwart Ron-Robert Zeiler brachte. „Wir haben sie maximal gefordert“, sagte Hannes Wolf. Doch am Ende reichte der Schlenzer von Sabitzer für drei Punkte.

Wortspiel

„Leipzig besitzt eine Champions-League-Mannschaft. Die sind schon weiter als wir“, sagte Andreas Beck: „Aber unser Anspruch muss sein, künftig auch auswärts zu punkten. Diesem Ziel kommen wir näher.“

Spielplan

Am Mittwoch (18.30 Uhr) tritt der VfB in der zweiten DFB-Pokalrunde auf dem Betzenberg beim 1. FC Kaiserlautern an. „Das erinnert mich an die zweite Liga. Was uns da erwartet, kennen wir“, sagt Hannes Wolf. Am nächsten Sonntag (18 Uhr) gastiert dann der SC Freiburg in der Bundesliga zum Baden-Württemberg-Derby in der Mercedes-Benz-Arena.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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