Simon Terodde (links) hätte zum Spielentscheider gegen Frankfurt werden können. Foto: Bongarts

Auch im vierten Anlauf sollte es für den VfB Stuttgart auswärts nicht zu einem Punkt reichen. Ein spätes Tor entscheidet die Partie in Frankfurt. Wir analysieren das Spiel in unserer Fünferkette.

Frankfurt/Stuttgart - Spielidee: In Frankfurt versuchte es VfB-Trainer Hannes Wolf mit Daniel Ginczek als Sturmtank. Zum ersten Mal in dieser Saison stand der Angreifer in der Startelf, und zum ersten Mal überhaupt ohne Simon Terodde an seiner Seite. Der Torschützenkönig der zweiten Liga musste nach seiner Torlos-Serie zunächst mit der Bank vorlieb nehmen. Viel besser funktionierte die Offensive deshalb lange Zeit aber nicht, das tat sie erst mit Teroddes Einwechslung und dem prompten Ausgleich. Nach Teroddes Blitztor war das Spiel fortan aber auch ein ganz anderes.

Spielentscheidend: Nach dem Ausgleich und der roten Karte wollte der VfB unbedingt den Sieg. Und wollte am Ende zuviel, denn 15 Minuten vor Schluss ging über den Sturm und Drang die Ordnung verloren. „Wir haben in der letzten Viertelstunde 20 Fehler gemacht“, bemängelte Trainer Hannes Wolf. Die Eintracht blühte plötzlich wieder auf. Schon vor dem Siegtreffer kamen die Gastgeber in Unterzahl zu drei dicken Torchancen. Andererseits: Wer will es der Mannschaft von Hannes Wolf verdenken, gegen zehn Mann mit aller Macht auf drei Punkte zu drängen?

Die VfB-Spieler in der Einzelkritik

Spielentscheider: Eigentlich müsste hier Simon Terodde stehen. Wenn das Spiel eine Minute früher abgepfiffen worden und der Aufsteiger mit einem Punkt nach Hause gefahren wäre. Wäre aber auch zu schön gewesen die Geschichte. So aber heißt der Spielentscheider Sebastian Haller, der Stürmer der Frankfurter. Wer mit der letzten Aktion der Partie per Seitfallzieher den Siegtreffer erzielt, ist zweifelsohne der Mann des Spiels. Auch wenn das für den VfB ganz schön schmerzhaft klingen muss.

Wortspiel: „Ich habe keine Lust auf eine never ending story“, sagte Hannes Wolf. Die Geschichte des VfB umfasst nun schon vier Kapitel: Viermal auswärts angetreten, viermal verloren. Jede Niederlage war auf ihre Art vermeidbar. Weshalb Hannes Wolf von seinem Gegenüber Nico Kovac am Ende das schlimmste aller Trainerkomplimente über sich ergehen lassen musste: „Alle Achtung für Euer Spiel. Ich bin sicher, dass Ihr in der Bundesliga bleibt.“

Spielplan: Der VfB muss diese ärgerliche Niederlage nun 14 Tage mit sich herumtragen, denn jetzt steht erst einmal eine Länderspielwoche an. Das werden sicher keine schönen Tage auf dem Cannstatter Wasen. Und der kommende Gegner taugt im Vorhinein auch nicht unbedingt als Stimmungsaufheller: Gegen den 1. FC Köln wartet der VfB seit 21 (!) Jahren auf einen Heimerfolg.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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