Jubel beim Team: Die VfB-Spieler mit der Meisterschale Foto: Bongarts

Der VfB hat die Zweitliga-Meisterschaft und die direkte Rückkehr in die erste Fußball-Bundesliga mit einem 4:1 über die Würzburger Kickers klar gemacht. Wir analysieren das Spiel in unserer Fünferkette.

Stuttgart - Der VfB hat die Zweitliga-Meisterschaft und die direkte Rückkehr in die erste Fußball-Bundesliga mit einem 4:1 über die Würzburger Kickers klar gemacht. „Es ist ein geiles Gefühl, aufgestiegen zu sein“, sagte der VfB-Profi Matthias Zimmermann, der den Weg zum Sieg mit seinem Tor zum 1:0 in der 32. Minute geebnet hatte. Der Rest ist Jubel. Mehr als 40.000 Menschen feierten mit dem Team auf dem Cannstatter Wasen.

Den Jubel der Fans und was Mitch Langerak nach dem Spiel zu sagen hatte, sehen Sie im Video:

Spielidee

Auch zum Saisonausklang vor 60.000 Fans in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena blieb der VfB-Trainer Hannes Wolf seinen Prinzipien treu. Nix ist fix beim 36-jährigen Cheftrainer, der seine Elf beim umjubelten 4:1 (1:0)-Sieg über die nun als Absteiger feststehenden Würzburger Kickers erstmals im 4-4-2-System auflaufen ließ. Simon Terodde und Daniel Ginczek spielten also gemeinsam ganz vorne im Sturm – und harmonierten nach einigen Anlaufproblemen der gesamten Mannschaft in Halbzeit eins im weiteren Spielverlauf ganz prächtig. Die Tore zwei und drei des VfB legte Ginczek dem Kollegen Terodde uneigennützig auf. Das Tor zum 4:1-Endstand besorgte Ginczek mit einem Schuss unter die Latte selbst. Der Rest war Jubel im Stadion, die Fans stürmten bereits vor der offiziellen Kür des neuen Zweitliga-Meisters mit der Übergabe der Meisterschale den Rasen.

Spielentscheidend

Sie nennen den Mann „Zimbo“, der nach 32 Minuten seinen großen Auftritt hatte. Der Sechser Matthias Zimmermann ließ die VfB-Fangemeinde als Erster jubeln. Erinnerungen an Thomas Hitzlspergers 1:0 von vor zehn Jahren im letzten Spiel der Erstliga-Meistersaison 2006/07 gegen Energie Cottbus wurden wach, als Zimmermann den Ball mit einem wuchtigen Rechtschuss in in die Maschen des Würzburgers Tores drosch. Zunächst wackelte das Netz, dann das gesamte Stadion, denn die Massen waren endlich erlöst. Der Weg zur Zweitligameisterschaft und der direkten Rückkehr in die erste Fußball-Bundesliga war frei. „Es war hart, auch wenn es das Ergebnis nicht so ausdrückt“, sagte Matthias Zimmermann: „Jetzt ist es ein geiles Gefühl, aufgestiegen zu sein. Wir wollten den Fans etwas bieten – und das ist uns gelungen.“

Spielentscheidend

Wie bereits über den gesamten Saisonverlauf überzeugte der VfB auch gegen Würzburg als Kollektiv. Schwach in die Partie gestartet, schüttelten die Stuttgarter gemeinsam den Schlendrian ab – und kamen immer besser ins Spiel. Zunächst bewahrte der Torhüter Mitch Langerak seine Kollegen mit einer zweifachen Parade vor dem Rückstand (12.), dann trat der Kapitän Christian Gentner als ordnende Hand auf den Plan. Und letztlich gibt es da ja noch Simon Terodde. Der Blondschopf mit der Nummer neun erzielte seine Saisontore Nummer 24 und 25 – und sicherte sich damit mit derselben Anzahl an Treffern wie in der Vorsaison – da noch im Trikot des VfL Bochum - die Torjägerkanone.

Wortspiel

„Ich muss mich selbst ein bisschen kneifen, wohin mich meine Entwicklung der letzten Jahre geführt hat“, sagte der VfB-Cheftrainer Hannes Wolf: „Ich komme ja aus dem Amateurfußball. Beim Feiern könnte bei mir also heute schon noch etwas gehen.“

Spielplan

Das Nachspiel fand diesmal auf dem Cannstatter Wasen statt, wo die Aufstiegsfeier vor einem Menschenmeer in Rot und Weiß mit mehr als 40.000 Fans in die Verlängerung ging. Für Partymusik sorgten die Fantastischen Vier. Urlaub gibt es für die Spieler aber nicht sofort. Noch stehen zwei Testspiele an. Erst nach der Mitgliederversammlung am 1. Juni, wenn über die Ausgliederung der Profiabteilung abgestimmt wird, ist die Saison für die VfB-Profis beendet. „Die Ausgliederung ist eine eminent wichtige Weichenstellung“, sagte der Manager Jan Schindelmeiser. „Wenn wir die Möglichkeit haben wollen, mit den Clubs in der ersten Liga vorne mitzuhalten, dann brauchen wir sie.“

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