VfB Fanclubs Roter Brustring bietet Beistand von oben

Von Bettina Breuer 

In einer Serie stellen wir offizielle Fanclubs des VfB vor: Heute der " Rote Brustring Hamburg ".

Stuttgart - Neuer Start, neues Glück! Die Saison 2011/12 ist in vollem Gange und wir stellen einige offizielle Fanclubs des VfB Stuttgart vor. Diesmal haben wir uns aus den heimischen Gefilden ganz in den Norden der Republik begeben und hier den "Roten Brustring Hamburg" gefunden, den nördlichsten OFC des VfB in Deutschland.

Wie alles begann - Keine Ahnung, wer Karlheinz Förster war

"Am Anfang habe ich nur so getan, als ob", gibt Stefan Kuhsiek unumwunden zu. Der Anfang, das war im Jahr 1978, als der heutige erste Vorsitzende des "Roten Brustring Hamburg e.V." mit seinen Eltern in einen anderen Stadtteil der Hansestadt umzog und sich der Siebenjährige auf die Suche nach neuen Freunden machen musste. Drei Jungs hätten in der Nachbarschaft immer gekickt und damit natürlich seine Aufmerksamkeit erregt, erzählt der heute 40-Jährige. "Einer der Jungs war schon zehn, kam aus Stuttgart und war Fan des VfB. Da habe ich einfach gesagt, dass ich den VfB auch gut finde, obwohl ich nicht einmal gewusst habe, wo Stuttgart eigentlich liegt", erzählt Kuhsiek weiter. Der schwäbische "Höfleswetzer" war zudem Karlheinz Förster-Anhänger. Kuhsiek sagte der Name nichts. Zehn Jahre waren die beiden Buben beste Freunde, Kuhsieks Treue zum VfB hält bis heute.

Aber wie kommt man auf die Idee, in der norddeutschen Diaspora einen offiziellen Fanclub des schwäbischen Bundesligisten zu gründen? Bei manchen sei es schlicht Heimweh gewesen, andere wären als sichtbare VfB-Anhänger auf Hamburgs Straßen gar des Heimatverrats bezichtigt worden, erzählt Stefan Kuhsiek auf die Frage nach der Motivation der Gründungsmitglieder. Über das VfB-Forum der Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung habe man dann im Jahr 2006 nach Gleichgesinnten gesucht und sich schließlich gefunden. Am 23. Mai 2007 wurde der "Rote Brustring Hamburg e.V." von 18 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben. Ihr ambitioniertes Ziel: fortan "der Beistand von Oben“ zu sein.

Bitte keine Sado-Maso-Vereinigung

Dem Kind einen passenden Namen zu geben, sei freilich alles andere als einfach gewesen, sagt Kuhsiek rückblickend. Mit "Hansespätzle“ und "Rot Weiß Elbe“ nennt der Anzeigenberater nur zwei der wieder verworfenen Namen, die zur Diskussion gestanden hätten. Aber auch der „Rote Brustring“, der letztendlich das Rennen gemacht hat, sorgte gleich beim Eintrag ins Vereinsregister der Hansestadt für Verwirrung. "Die zuständige Dame dachte erstmal, dass wir aufgrund des 'roten Brustrings' eine Sado-Maso-Vereinigung wären“, schmunzelt Kuhsiek.

Lesen Sie jetzt