Das Verkehrsministerium will auf die Verunsicherung der Radfahrer im Straßenverkehr reagieren. Foto: dpa

Mit gesetzlichen Änderungen will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den Radverkehr in Deutschland attraktiver machen. Die Verantwortung für die Kontrolle der Wege schiebt er ab.

Berlin - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will den Radverkehr in Deutschland mit gesetzlichen Änderungen attraktiver und nutzerfreundlicher machen. Er werde bis Pfingsten Vorschläge für eine Novelle der Straßenverkehrsordnung vorlegen, kündigte der CSU-Politiker dazu am Dienstag an. Denkbar sei zum Beispiel, Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr zu öffnen.

„Mit der Überarbeitung der Vorschriften wollen wir noch mehr Menschen dazu bringen, häufiger auf das Rad zu steigen“, sagte Scheuer. Ein attraktiver und sicherer Fahrradverkehr könne besonders in urbanen Räumen und Metropolregionen dabei helfen, Staus zu vermeiden, den Verkehr flüssiger zu machen und Schadstoffemissionen zu reduzieren.

Scheuer gibt die Verantwortung ab

Hintergrund der Äußerungen ist eine neue Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC): Laut dem „Fahrradklima-Test“ fühlen sich Radfahrer in Deutschland im Straßenverkehr immer unsicherer. Vor allem in großen Städten haben Eltern demnach Sorge, ihre Kinder allein auf dem Rad fahren zu lassen. Seine Untersuchung will der Fahrradclub am Dienstagmittag in Berlin vorstellen.

Scheuer sagte, der ADFC-Test gebe Städten und Kommunen Hinweise darauf, was sich die Menschen an Verbesserungen für den Radverkehr wünschten. Das Verkehrsministerium stelle 2019 Rekordmittel in Höhe von rund 200 Millionen Euro für den Radverkehr bereit. Damit würden etwa Radwege an Bundesstraßen und Radschnellwege gefördert. Klar sei aber auch: Die Städte und Kommunen seien für die Kontrolle und die Radwege vor Ort zuständig

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